Die Arbeitsmarktsituation im Kreis Mettmann zeigt sich im Mai 2023 in einem leicht positiven Licht. Die Arbeitslosigkeit ist um 347 Personen gesunken, was die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf 18.859 bringt. Das ist ein kleiner, aber erfreulicher Rückgang – die Arbeitslosenquote fiel von 7,2 auf 7,1 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang unter den jungen Menschen, denn bei den unter 25-Jährigen sank die Zahl der Arbeitslosen um 3,7 Prozent. Ein echter Lichtblick, wenn man bedenkt, dass 3265 Personen sich neu arbeitslos meldeten, während gleichzeitig 3631 Menschen eine neue Beschäftigung fanden. Das zeigt, dass es da draußen doch noch Chancen gibt!
Die lokale Wirtschaft scheint ebenfalls in Bewegung zu sein. Unternehmen haben 582 neue Stellen gemeldet, und die Arbeitsagentur verzeichnet aktuell 2247 freie Stellen – 24 mehr als im Vorjahr! Es ist spannend zu sehen, dass rund 80 Prozent dieser Stellen Fachkräfte erfordern. In Mettmann sind derzeit 3231 Menschen arbeitslos, 39 weniger als im April, aber 14 mehr als im Vorjahr. In Erkrath sieht es ähnlich aus, wo 1892 Menschen ohne Arbeit sind, und in Wülfrath bleibt die Zahl mit 687 stabil. Hier ist definitiv noch Luft nach oben.
Ausbildung und Fachkräftebedarf
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Ausbildung. Aktuell gibt es 1356 Bewerberinnen und Bewerber auf einen Ausbildungsplatz, während 1268 Personen bereits einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz gefunden haben. Die regionalen Unternehmen haben bis Mai etwa 1780 Ausbildungsstellen gemeldet, aber es sind noch rund 920 Stellen frei. Das lässt darauf schließen, dass es nicht nur an Arbeitsplätzen mangelt, sondern auch an passenden Fachkräften – ein Dilemma, das in der gesamten Region wohl bekannt ist.
Ein Blick auf die Jahresbilanz zeigt, dass die Arbeitslosigkeit im Kreis Mettmann im Schnitt gestiegen ist, trotz des hohen Fachkräftebedarfs. Karl Tymister, der Chef der Agentur für Arbeit Mettmann, hat es auf den Punkt gebracht: Die Herausforderungen durch wirtschaftliche Schwäche, demografischen Wandel und Transformationsprozesse sind nicht von der Hand zu weisen. Über 2.200 berufliche Weiterbildungen wurden 2023 gefördert, und ohne Migration wird es schwierig, den Fachkräftebedarf zu decken. Gerade in 33 Berufsgruppen gibt es Engpässe.
Langfristige Perspektiven und Herausforderungen
Die Mittelfristprognose des Fachkräftemonitorings, die für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales durchgeführt wird, zeigt ebenfalls auf, dass der demografische Wandel die Engpässe verstärkt. Bis 2029 könnten rund 530.000 Fachkräfte fehlen. Das lässt die Frage aufkommen: Woher sollen all diese Menschen kommen? Wenn man bedenkt, dass die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer, zumindest kurzfristig, nicht ausreichen wird, um das Arbeitskräfteangebot zu erhöhen, bleibt nur die Hoffnung auf eine erhöhte Beteiligung von Frauen und Nicht-Deutschen. Ihre Integration könnte langfristig positive Effekte haben.
In der Region bleibt die Beschäftigung auf hohem Niveau, und Kurzarbeit sowie Insolvenzen sind bis 2024 nicht signifikant gestiegen. 2024 wurden 8.150 neue Arbeitsstellen gemeldet, was 457 weniger als 2023 ist. Aber hey, immerhin gibt es einen Anstieg bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Arbeitsmarkt ist also in Bewegung, und das trotz all der Herausforderungen, die uns erwarten. Irgendwie bleibt die Hoffnung, dass die Situation im Kreis Mettmann sich weiter stabilisieren kann. Schließlich gibt es genügend Potenzial, das es zu heben gilt!