Heute, am 21.05.2026, ist die historische Hofanlage Gut Heresbach in Mettmann ein spannendes Projekt, das die Vergangenheit mit innovativen Ideen vereint. Doch die Fassade trügt ein wenig: Das Gut hat mit Feuchtigkeit und Holzwurm zu kämpfen. Die einst stolzen Wände, die 1496 als Geburtsort des Humanisten Konrad Heresbach bekannt wurden, verlangen nach einer gründlichen Sanierung. Im September 2022 wechselte das Eigentum, und seitdem hat sich einiges getan. Die ersten Schritte zur Rettung dieses Denkmals wurden eingeleitet, als im November 2022 die einsturzgefährdeten Wirtschaftsgebäude und das Wohnhaus gesichert wurden. Eine echte Herausforderung, wenn man bedenkt, dass hier die Geschichte förmlich durch die Ritzen der Wände atmet.
Die Sanierung der Dachstühle hat bereits begonnen, um die Gebäude vor Regen und Feuchtigkeit zu schützen. Da wird schon ordentlich Hand angelegt! Erste Dächer wurden neu eingedeckt, und Bürgermeister André Bär hat sich jüngst beim Baufortschritt umgesehen. Er ist sichtlich beeindruckt von den Herausforderungen, die die Sanierung mit sich bringt. Unter dem vielversprechenden Namen „Neandervalley“ haben junge Unternehmer große Pläne: Büros, Co-Working-Flächen und sogar Veranstaltungsräume sollen hier entstehen. Das Ziel? Ein Ort für Miteinander, Schaffen und Bildung, der gleichzeitig das Erbe Konrad Heresbachs bewahrt. Das Gut soll ein Zentrum für Start-ups werden – na, das klingt doch nach einer aufregenden Zukunft!
Ein Ort der Begegnung und des Lernens
Die ersten Unternehmen haben bereits ihren Betrieb aufgenommen, und das Team von Gut Heresbach ist froh über die Unterstützung der Stadtverwaltung. Regelmäßige Besuche von Schulklassen und Bürgern Mettmanns sind in Planung. Wie toll wäre es, den Schülern die Geschichte des Guts näherzubringen! Ein jährlicher Heresbach-Tag soll den Humanisten würdigen – das ist vielleicht der perfekte Anlass, um die Tradition wieder aufleben zu lassen. Und nicht zu vergessen, ein moderner Ersatzbau für die ehemalige Strohscheune ist ebenfalls in Planung. Hier wird also nicht nur repariert, sondern auch gewagt!
Die verkehrliche Erschließung von Gut Heresbach wird von der Stadt Mettmann, Straßen.NRW und dem Kreis Mettmann koordiniert, was für einen reibungslosen Zugang sorgen soll. Ein wichtiges Anliegen, schließlich liegt das Gut strategisch günstig zwischen Wuppertal und Mettmann an der Bundesstraße 7 nach Düsseldorf. Das Gelände ist jedoch nicht nur ein Ort des Geschehens, sondern auch ein denkmalgeschütztes Kleinod. Seit 1986 steht Gut Heresbach unter Denkmalschutz, und das ist nicht ohne Grund. Es gibt rund 140 Bau- und Bodendenkmäler in Mettmann, und dieses hier zählt zu den bedeutendsten. Eine Renovierung der Hofgebäude hat bereits begonnen, finanziert durch eine Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Gut befindet sich bis heute im Familienbesitz, und bei einer Besichtigung waren auch Bürgermeisterin Sandra Pietschmann, Denkmalpflegerin Dr. Yasmin Renges und Frederik Scherler vor Ort. Das spricht für das Engagement aller Beteiligten!
Die Geschichte hinter den Mauern
Ein dendrochronologisches Gutachten des LVR-Amts für Denkmalpflege untersuchte den Dachstuhl über dem Wohnhaus. Dabei wurden 13 Bauteile des Dachstuhls untersucht, von denen 11 dendrochronologisch ausgewertet werden konnten. Wusstet ihr, dass das Eichenholz im Dachstuhl im Winter 1763/1764 gefällt wurde? Die frühestmögliche Errichtung des Dachwerks wird auf Sommer 1764 datiert. Das lässt die Historie des Guts noch greifbarer erscheinen. Hier haben Generationen von Menschen gelebt, geliebt und gearbeitet. Was für eine spannende Geschichte! Die Atmosphäre ist durchzogen von der Erinnerung an längst vergangene Zeiten, und gleichzeitig wird sie durch die frischen Ideen der jungen Unternehmer neu belebt.
So wird Gut Heresbach nicht nur ein Ort der Sanierung, sondern auch ein Ort der Begegnung, des kreativen Schaffens und des Lernens. Der Geist von Konrad Heresbach wird hier, mitten in Mettmann, lebendig gehalten. Ein wunderbarer Ort, an dem Geschichte und Zukunft Hand in Hand gehen.