In Mettmann, wo das Neanderthal Museum thront, ist der Mobilfunkempfang alles andere als ein Genuss. Hier gibt es nicht nur Funklöcher, sondern eher ein ganzes Funk-Feld. Das hat sich auch die Bundesnetzagentur zur Aufgabe gemacht, denn vom 24. Juni bis 1. Juli findet die zweite bundesweite Mobilfunk-Messwoche unter dem Motto „Check dein Netz“ statt. Die Bürger sind gefragt, aktiv an der Erfassung der Mobilfunkversorgung teilzunehmen und ihre Erfahrungen zu teilen.

Die Initiative, die von Bund, Ländern und Kommunen unterstützt wird, zielt darauf ab, die Netzqualität aus der Perspektive der Nutzer transparenter darzustellen. Landrätin Bettina Warnecke hat betont, wie wichtig eine zuverlässige Mobilfunkversorgung nicht nur für die Lebensqualität, sondern auch für die Wirtschaft und digitale Teilhabe ist. Es geht um mehr als nur um Anrufe und Nachrichten – es geht um die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft!

Mobilfunk-Messwoche: Aktiv werden!

Die Teilnahme an der Mobilfunk-Messwoche erfolgt ganz einfach über die kostenlose App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur. Nutzer können anonymisierte Daten erfassen, die dann in das sogenannte Gigabitgrundbuch fließen. Diese Daten sind Gold wert, insbesondere für den Netzausbau in ländlichen und topografisch schwierigen Regionen. Die App ermöglicht es, ortsbasiert zu ermitteln, ob und mit welcher Technologie das Endgerät mit einem Mobilfunknetz verbunden ist. Wer weiß, vielleicht entdeckt man ja auch sein persönliches Funkloch, das dringend verbessert werden muss.

Seit Jahren sammelt die Bundesnetzagentur Nutzerdaten mit dieser App zur Breitbandmessung. Die Ergebnisse werden in der Funklochkarte, also dem Gigabitgrundbuch, visualisiert. Hierbei ist es wichtig zu erwähnen, dass nicht für alle Gebiete Daten verfügbar sind, was die Sache etwas komplizierter macht. Die Netzbetreiber hingegen berechnen die Versorgung aus der Verbraucher-Perspektive für das gesamte Bundesgebiet, wobei die Berechnungen auf einheitlichen Vorgaben der Bundesnetzagentur basieren. Aber Vorsicht, diese Angaben können von der tatsächlich wahrgenommenen Empfangsqualität abweichen.

Die Rolle der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat das Sagen, wenn es um die Zuteilung von Mobilfunkfrequenzen geht. Sie verknüpft diese mit Versorgungsauflagen, die sicherstellen sollen, dass wir alle einen zuverlässigen Zugang zu Telekommunikationsdiensten haben. Die Nutzererfahrung kann dabei je nach Standort, Vertrag, Endgerät und Auslastung der Funkzellen stark variieren. Und das ist nicht immer erfreulich – wir alle kennen die frustrierenden Momente, wenn das Handy einfach nicht den gewünschten Empfang bietet und das Internet mal wieder streikt.

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Ab März 2025 wird die BNetzA neue Versorgungsauflagen einführen, die darauf abzielen, die Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum sowie entlang von Straßen zu verbessern. Die Vorgaben sind ambitioniert: Bis 2030 sollen 99,5% der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Das klingt nach einem großen Schritt, aber die Realität zeigt, dass Funklöcher nicht über Nacht verschwinden. Die Daten werden in einem Gitternetz mit 100×100 m erfasst, und die Signalstärke kann innerhalb einer Gitterzelle erheblich schwanken.

Die Mobilfunk-Monitoring-Karte im Gigabitgrundbuch zeigt anschaulich die Netzabdeckung an. Es ist ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem die Teile noch nicht ganz zusammenpassen. Verbraucher können die Netzqualität über die „Funkloch-Erfassung“ in der Breitbandmessung-App melden – ein Schritt, der helfen kann, die Datengrundlage zu erweitern. Aber: Meldungen lösen keine automatischen Prozesse aus, und die Nutzer müssen ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

In Mettmann bleibt also noch viel zu tun. Die Mobilfunk-Messwoche bietet eine hervorragende Gelegenheit, Teil dieses Prozesses zu werden und den eigenen Mobilfunkempfang aktiv zu verbessern. Und wer weiß, vielleicht wird das Neanderthal Museum bald nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein Symbol für einen besseren Mobilfunkempfang! Weitere Informationen zur Mobilfunk-Messwoche und zur App sind auf www.check-dein-netz.de verfügbar.

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