In den letzten Jahren hat sich die Asiatische Hornisse, eine invasive Art, in unserer Region – insbesondere in Hilden und Haan – stark ausgebreitet. Die Imker im Kreis Mettmann machen sich große Sorgen, denn die Hornisse hat bereits dazu geführt, dass in Hilden mindestens zwei Bienenvölker vernichtet wurden. Die Bedrohung für die heimischen Bienen ist real und spürbar. Johannes Caspary, der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Hilden, warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen auf die Imkerei. Diese Hornisse ist für Menschen nicht gefährlicher als die heimische Hornisse, aber für die Bienen stellt sie eine echte Gefahr dar.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die ihren Ursprung in Zentral- und Ostasien hat, wurde 2014 in Deutschland erstmals gesichtet. Was viele nicht wissen: Diese Art jagt Wild- und Honigbienen und bedroht somit die Artenvielfalt in unseren Gärten und Feldern. Besonders alarmierend ist, dass die Hornisse Bienen vor ihren Stöcken angreift. Die Bienen sind schutzlos und neigen dazu, im Stock zu bleiben, was letztlich zu einem Aussterben des Volkes führen kann. Die ersten Primärnester entstehen derzeit in Hecken oder Büschen – ein idealer Ort, um die ersten Arbeiterinnen schlüpfen zu lassen.

Die Gefahren der Asiatischen Hornisse

Die Nester dieser Hornisse können handballgroß werden und bis zu 80 cm Durchmesser erreichen, was eine beachtliche Menge von 4.000 bis 10.000 Hornissen beherbergen kann. Diese großen Nester werden im Hochsommer in Baumwipfeln verlagert. Die Bürger sind aufgefordert, Nester bei örtlichen Imkereien oder über ein Online-Meldeportal zu melden, insbesondere in der Nähe stark frequentierter Bereiche wie Spielplätze oder Schulen. Das ist wichtig, denn Behörden entfernen Nester nur bei unmittelbarer Gefahr für Menschen. Die Hildener Imker haben bereits eine Teleskop-Lanze angeschafft, die es ermöglicht, Nester in bis zu 30 Meter Höhe zu erreichen. Mit einem Preis von etwa 6.000 Euro ist das eine beträchtliche Investition.

Um das Ausbreiten der Asiatischen Hornisse einzudämmen, ist es entscheidend, dass diese Nester professionell entfernt werden. Selbst entfernen sollte man sie auf keinen Fall, denn die Hornissen können ziemlich aggressiv reagieren. Imker und Bevölkerung sind aufgerufen, Sichtungen zu melden. Die Verantwortung für die Bekämpfung liegt bei den zuständigen Behörden, jedoch ist die Unterstützung der Gemeinschaft unerlässlich.

Forschung und Prävention

Die Asiatische Hornisse breitet sich aufgrund des Klimawandels rasant aus – mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 km pro Jahr. Seit 2025 gilt sie in Deutschland als „etabliert“ und unterliegt nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben zur Früherkennung. Dies hat weitreichende Folgen für die Biodiversität und die Imkerei. Auch wenn der Stich dieser Hornisse nicht gefährlicher ist als der einer Europäischen Hornisse, übt sie einen zusätzlichen Prädationsdruck auf die Wildbienen und andere Insekten aus.

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Die asiatische Hornisse ist zwar im Vergleich zur Europäischen Hornisse kleiner, hat jedoch einen dunkleren Körper und auffällige gelbe Beine. Die Tatsache, dass sie in Gruppen jagt und sogar rückwärts fliegen kann, macht sie zu einem beeindruckenden, aber auch furchteinflößenden Gegner für unsere heimischen Bestäuber. Einzigartige Bekämpfungsmethoden, wie das Aufstellen von Fallen, sind bisher als ineffektiv angesehen worden. Stattdessen ist die professionelle Entfernung von Nestern der Schlüssel zur Bekämpfung dieser invasiven Art.