Im beschaulichen Heedfeld, einem Stadtteil von Schalksmühle, sorgt die Imkerin Janine Klotz für summende Aktivität in ihrem Garten. Mit ihren elf Völkern und zwei Schwärmen ist sie eine leidenschaftliche Hüterin der Bienen. Doch in letzter Zeit schwebt ein Schatten über dieser schützenswerten Insektenwelt – die Asiatische Hornisse, wissenschaftlich als Vespa velutina nigrithorax bekannt, hat sich in den Märkischen Kreis ausgebreitet und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die heimischen Bienen dar. Diese invasiven Eindringlinge, die vor 22 Jahren über Warenimporte nach Frankreich kamen und 2011 in Deutschland gesichtet wurden, sind nicht nur ein Problem für die Imkerei, sondern auch für die gesamte Biodiversität.

Die Asiatische Hornisse hat sich mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands etabliert. Sie kann in einem einzigen Nest bis zu 2.000 Tiere beherbergen, während die heimischen Hornissen es lediglich auf etwa 500 bringen. Die dunklere Färbung und die gelben Füße der Asiatischen Hornisse machen sie zwar erkennbar, aber die Gefahr, die sie mit sich bringt, ist ernster als manch einer denken mag. Diese Hornissenart benötigt über 1.400 Insekten als Nahrung – eine gewaltige Zahl, die die heimische Insektenwelt stark belastet.

Die Ehrenamtlichen im Kampf gegen die Asiatische Hornisse

Eine Gruppe engagierter Imkerinnen und Imker hat sich zusammengetan, um gegen diese Bedrohung anzukämpfen. Ehrenamtlich setzen sie sich dafür ein, die Nester der Asiatischen Hornisse zu bekämpfen und die Öffentlichkeit über die Gefahren aufzuklären. Janine Klotz ist eine der Ansprechpartnerinnen in der Region und steht unter der Nummer 0175/5969008 zur Verfügung. Besonders in den Frühlings- und Sommermonaten sind Sichtungen der Hornisse häufig. Bürger werden aufgerufen, Funde zu dokumentieren und die ehrenamtliche Gruppe zu kontaktieren. Bei Sichtungen sollten Fotos gemacht werden, um die Identifikation zu erleichtern. Das Töten der Hornissen ist nicht empfohlen – stattdessen setzen die Ehrenamtler auf natürliche Bekämpfungsmethoden wie heißen Wasserdampf oder Aktivkohle.

Die Hornisse selbst ist nicht grundsätzlich aggressiv, solange man sich nicht ihrem Nest nähert. Doch Vorsicht ist geboten: Bei Nestverteidigung kann sie durchaus zuschlagen. Ein Stich ist schmerzhaft, aber für Menschen ohne Allergie meist nicht gefährlich. Dennoch ist es wichtig, die Nester professionell entfernen zu lassen. Die Nester sind oft an schwer zugänglichen Orten zu finden, wie in Rollladenkästen oder unter Dachvorsprünge, und können in den Baumwipfeln von Sommer zu Sommer verlegt werden.

Die Ausbreitung und ihre Folgen

Die asiatische Hornisse breitet sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 km pro Jahr aus. Die milden Winter fördern ihr Überleben und ihre Ausbreitung. Der erste Nachweis in Deutschland fand 2014 in Waghäusel statt, und seit 2016 steht die Art auf der EU-Liste invasiver Arten. Ab März 2025 wird sie in Deutschland als „etabliert“ geführt, was bedeutet, dass keine Bekämpfungspflicht mehr besteht. Das hat natürlich weitreichende Folgen für die Imkerei und die Biodiversität, denn die Asiatische Hornisse ist ein gefürchteter Räuber der Honigbienen, die sie als Eiweißquelle für ihre Brut jagen.

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Wenn du also das nächste Mal in deinem Garten einen Schimmer von gelben Füßen oder dunkler Färbung entdeckst, sei vorsichtig! Überlege, ob es sich um die Asiatische Hornisse handeln könnte. Ein kurzer Blick auf die Merkmale wie das gelb-orange Muster im letzten Drittel des Hinterleibs oder die schwarz-braune Brust kann dir helfen. Halte dich fern von ihrem Nest und melde deine Sichtung. So hilfst du, die heimische Insektenwelt zu schützen und vielleicht sogar das ein oder andere Bienenvolk zu retten.

Insgesamt bleibt nur zu hoffen, dass die engagierten Ehrenamtlichen im Märkischen Kreis und darüber hinaus weiterhin für Aufklärung und Schutz kämpfen – denn eines ist klar: Unsere Bienen brauchen all den Rückhalt, den sie kriegen können!