Es ist wieder soweit – die Frauenfußballmannschaft von Bayer Leverkusen startet in die Saisonvorbereitung! Während die meisten Spielerinnen schon in die wohlverdiente Sommerpause gegangen sind, sind einige von ihnen noch bei ihren Auswahlteams im Einsatz. Ein Blick auf den Fahrplan verrät, dass Coach Roberto Pätzold ein zweiphasiges Programm für die kommenden Wochen aufgestellt hat, das vom 22. Juni bis zum Ligastart, der zwischen dem 21. und 24. August 2023 stattfindet, reicht.

Die Vorbereitungen beginnen mit einer Leistungsdiagnostik am 22. Juni. Schon am nächsten Tag, dem 23. Juni, geht es mit der ersten Trainingseinheit im Leistungszentrum Kurtekotten weiter. Die ersten Testspiele sind ebenfalls eingeplant. Am 4. Juli treffen die Leverkusenerinnen auf Mainz 05, gefolgt von einem weiteren Testspiel gegen PSV Eindhoven am 11. Juli. Ein Highlight wird das Trainingslager in Rieden, Oberpfalz, sein; hier verbringen die Spielerinnen vom 13. bis 19. Juli eine intensive Zeit. Besonders spannend wird das Testspiel gegen Slovan Liberec am 18. Juli, das in einem Sonderformat ausgetragen wird – vier Viertel zu je 30 Minuten. Nach einer trainingsfreien Woche geht es dann weiter mit der zweiten Phase der Vorbereitung, die am 27. Juli startet.

Ein Blick in die Geschichte

Die Wurzeln von Bayer 04 im Frauenfußball reichen bis ins Jahr 2008 zurück, als die Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. von Bayer 04 übernommen wurde. Zuvor war die Abteilung lange Zeit mit der SSG 09 Bergisch Gladbach verbunden, die in den 1970er und 1980er Jahren große Erfolge feierte: Neunmal deutscher Meister und dreimaliger DFB-Pokal-Sieger. Doch die Geschichte war nicht immer glorreich. Die Mannschaft erlebte in den folgenden Jahren einen sportlichen Rückgang, der schließlich 1994 in den Abstieg aus der Bundesliga mündete. Erst die Übernahme durch Bayer 04 brachte frischen Wind und die Möglichkeit, im Frauenfußball wieder Fuß zu fassen.

Die erste Mannschaft von Bayer 04 spielt seit 2010 in der Bundesliga, und die Saison 2020/21 war mit Platz fünf die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte. Eine Leistung, auf die die Spielerinnen zu Recht stolz sein können. In der Saison 2024/25 erreichte die Mannschaft unter Trainer Roberto Pätzold sogar Platz vier mit 13 Siegen und insgesamt 43 Punkten – das ist schon eine Ansage!

Der Frauenfußball im Wandel der Zeit

Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland hat jedoch viel mehr Facetten. Um 1930 herum gründete die 19-jährige Lotte Specht den ersten deutschen Damenfußballclub, den 1. DDFC, und fand damit den Mut, gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit anzutreten. Sie wollte Frauen im Fußball eine Stimme geben, selbst wenn das in der Weimarer Republik nicht leicht war. Spielerinnen wurden oft angefeindet, und das Engagement für den Fußball wurde als unweiblich verurteilt. Erst Ende der 1960er-Jahre, als die Begeisterung für den Frauenfußball in der Gesellschaft wuchs, erlebte der Sport einen Aufschwung. 1970 hob der DFB sein Verbot auf, und es entstand ein regelrechter Boom.

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Die Leidenschaft für den Frauenfußball hat seitdem nicht nachgelassen. Auch heute noch setzen sich die Spielerinnen für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit ein, und das ist großartig. Die kommenden Monate versprechen viel Spannung und Freude, wenn Bayer Leverkusens Frauenfußballmannschaft ihre Reise in die neue Saison antritt.