Carolin Simon, die 33-jährige Linksverteidigerin, hat nach sieben Jahren den FC Bayern verlassen und wechselt zu Bayer 04 Leverkusen. In ihrer Zeit beim FC Bayern konnte sie sich über fünf Meistertitel freuen, unter anderem den vierten Meistertitel in Folge, den der Verein erst vor kurzem sichern konnte. Simon kehrt zudem zu einem früheren Verein zurück, bei dem sie bereits von 2013 bis 2016 spielte und in dieser Zeit 70 Bundesliga-Spiele absolvierte. Der Wechsel wurde offiziell vom FC Bayern bestätigt, und Simon hat einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 bei Leverkusen unterschrieben.

Die Entscheidung für Leverkusen kam nicht von ungefähr. Simon äußerte sich positiv über die Gespräche mit den Verantwortlichen und die Entwicklung des Klubs. „Ich erwarte eine junge Mannschaft mit viel Potenzial und möchte in einer Führungsrolle helfen, erfolgreicher zu werden“, erklärte sie. Der Direktor Lizenz bei Leverkusen, Thomas Eichin, betonte die Erfahrung und Siegermentalität von Simon, die in der laufenden Bundesliga-Saison bereits in 14 Ligaspielen sowie viermal im DFB-Pokal auf dem Platz stand.

Ein Blick zurück auf eine erfolgreiche Zeit

In ihrer Zeit beim FC Bayern hinterlässt Simon eine beeindruckende Bilanz: Neben fünf Deutschen Meisterschaften stehen ein DFB-Pokal und zwei Supercup-Siege zu Buche. Insgesamt hat sie in der Bundesliga 259-mal gespielt und 29 Tore erzielt. Für die deutsche Nationalmannschaft hat Simon zwischen 2016 und 2023 insgesamt 22 Länderspiele absolviert, darunter vier bei der Weltmeisterschaft 2019.

Mit ihrem Wechsel zu Leverkusen möchte Simon nicht nur auf ihre Erfolge zurückblicken, sondern auch die nächsten Schritte in ihrer Karriere gehen. Bianca Rech, die Direktorin Frauenfußball beim FC Bayern, würdigte ihre Bedeutung für das Team und bestätigte, dass ein Abschiedsspiel in München vor Saisonende geplant ist. Simon selbst bezeichnete ihre Zeit beim FC Bayern als besonders und blickt optimistisch in die Zukunft.

Der Frauenfußball in Deutschland im Wandel

Der Wechsel von Simon ist auch ein Zeichen für die positive Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland. Nach einem langen Weg, der in den 1920er Jahren mit einem Verbot des Frauenfußballs begann, hat sich die Sportart seit der Aufhebung des Verbots im Jahr 1970 enorm gewandelt. Heute erfreut sich Frauenfußball wachsender Beliebtheit und der DFB-Pokal der Frauen wird seit 1980 ausgespielt. Die Bundesliga, die 1990 gegründet wurde, hat sich mittlerweile zu einer der stärksten Ligen in Europa entwickelt.

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Im Kontext dieser Entwicklung wird Simons Rückkehr nach Leverkusen als ein weiterer Schritt gewertet, um den Frauenfußball weiter zu fördern und zu professionalisieren. Die Unterstützung durch erfahrene Spielerinnen wie Simon ist entscheidend, um das Potenzial junger Talente zu entfalten und zukünftige Erfolge zu sichern.