Heute ist der 20.05.2026 und in Leverkusen brodelt es. Die Fußballwelt hat gestern wieder eine bittere Pille für Robert Andrich, den Kapitän von Bayer Leverkusen, bereitgehalten. Der 31-Jährige wird nicht im deutschen Kader für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko stehen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat ihn persönlich telefonisch über diese Entscheidung informiert. Ein schwerer Schlag für den Mittelfeldspieler, der sich nach einer herausfordernden Saison mit Bayer Leverkusen und zahlreichen Rückschlägen in der Nationalmannschaft nun auf die Tribüne setzen muss.
Andrich, der bis zuletzt die Hoffnung auf eine Nominierung gehegt hatte – ja, er hatte sogar keinen Urlaub gebucht, wie er nach dem DFB-Pokal-Halbfinale verriet – kann auf eine bewegte Karriere im DFB-Team zurückblicken. Mit 19 Länderspielen, darunter alle Partien bei der Heim-EM 2024, war er lange Zeit ein fester Bestandteil des Teams. Doch in den letzten Monaten hat sich sein Stern am Nationalteam-Himmel merklich getrübt. Nagelsmann ließ ihn in den WM-Qualifikationsspielen im November und den Testspielen im März außen vor, was die Ängste um seine Nominierung nur weiter schürte.
Ein Rückschlag für den Vize-Kapitän
Die Enttäuschung über die Absage ist spürbar. Andrich reagierte auf die Nachricht mit einem gebrochenen Herzen, aber auch mit einem Blick nach vorne – die EM 2028 ist bereits fest im Visier. Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation ist dies der nächste sportliche Rückschlag für den talentierten Spieler. Die vergangene Saison war für ihn und die gesamte Mannschaft von Bayer Leverkusen alles andere als erfreulich. Da war der Druck, der Schweiß, der in den entscheidenden Spielen floss – und am Ende blieb nur der bittere Nachgeschmack des Scheiterns. Es ist kein Geheimnis, dass die Fans auf mehr gehofft hatten.
Andrich, der sich immer als Kämpfer präsentiert hat, steht nun vor der Herausforderung, seine Energie und seinen Ehrgeiz in die kommenden Aufgaben zu lenken. Der Fußball ist unberechenbar, und manchmal läuft es eben nicht wie gewünscht. Aber wie sagt man so schön? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und wer weiß, vielleicht wird er schon bald wieder in der Startelf stehen und uns mit seinem Spiel begeistern. Ein bisschen Hoffnung bleibt, auch wenn die Enttäuschung im Moment überwiegt.