Heute, am 12. Juni 2026, hat die Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen erneut ihre Tour unter dem Motto „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ fortgesetzt. Diese dritte Station in der Brüterei Gut Averfeld im Münsterland könnte nicht spannender sein. Die Besucher dürfen sich auf die Vorstellung einer innovativen Methode zur InOvo-Geschlechtsbestimmung freuen – ein echter Meilenstein. Hierbei wird Künstliche Intelligenz eingesetzt, um das Geschlecht von Kükenembryos kontaktlos und ohne Eingriff ins Ei zu erkennen. Das Ziel ist klar: eine non-invasive Geschlechtsbestimmung vor dem siebten Bruttag, also vor der tierschutzrechtlich vorgeschriebenen Altersgrenze von zwölf Tagen.

Wie funktioniert das Ganze? Es ist wirklich faszinierend! Die Methode nutzt die Lichtdurchstrahlung des Eis, um das absorbierte und reflektierte Licht zu messen. Diese Daten werden anschließend durch einen KI-Algorithmus ausgewertet. Auf diese Weise können Eier ohne weibliche Küken frühzeitig für andere Zwecke genutzt werden – zum Beispiel für die Produktion von Impfstoffen. Ein großer Pluspunkt in einer Zeit, in der der Rückgang der in Deutschland ausgebrüteten Legehennenküken besorgniserregend ist. Viele Betriebe verlagern ihre Produktion ins europäische Ausland, wo unterschiedliche Tierschutzregelungen herrschen. Dort dürfen männliche Küken getötet werden, was natürlich zu Wettbewerbsnachteilen für die heimischen Betriebe führt. Und hier kommt die Omegga GmbH ins Spiel, ein KI-Startup aus München, das als Partner der Brüterei Gut Averfeld agiert und mit seinem Produkt OmeggaOne bereits seit 2025 im Einsatz ist.

Eine Auszeichnung für Innovation

Die Technologie, die auf der EuroTier 2024 mit der Silbermedaille des Innovation Award ausgezeichnet wurde, hat das Potenzial, die gesamte Branche zu revolutionieren. In den kommenden Monaten wird die Tour durch Nordrhein-Westfalen weitere Stationen ansteuern, um die Anwendungen von Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft vorzustellen. Es ist wirklich an der Zeit, dass Landwirte sich mit diesen neuen Technologien auseinandersetzen und sie in ihren Alltag integrieren.

Die Landwirtschaft ist tatsächlich Vorreiter im Einsatz von KI. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage: 79% der Landwirte sehen die Digitalisierung als Chance. Das Potenzial ist enorm – 54% der Betriebe nutzen KI bereits für Klima- und Wettervorhersagen, 36% für Marktanalysen und Preisvorhersagen. Diese Zahlen sind nicht nur beeindruckend, sie zeigen auch, wie wichtig es ist, dass Landwirte neue Wege gehen und die Vorteile digitaler Anwendungen nutzen. Die Mehrheit der Betriebe berichtet von Zeitersparnis und höherer Effizienz in der Produktion.

Die Herausforderungen der Digitalisierung

Doch es gibt auch Herausforderungen. 54% der Befragten empfinden die Digitalisierung als Herausforderung. Es ist klar, dass digitale Tools nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung der Landwirte verankert werden müssen. Der DLG-Vizepräsident Prof. Dr. Till Meinel hat dies betont und sieht den KI-Einsatz sogar als zwingende Notwendigkeit, um die wachsenden Belastungen der Betriebsleiter abzubauen. Ein Balanceakt, der nur gelingen kann, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen.

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So bleibt zu hoffen, dass die Tour von Silke Gorißen die Begeisterung für innovative Technologien weiter entfacht. Der Blick in die Zukunft der Landwirtschaft ist spannend und vielversprechend. Mit Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft können wir nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch nachhaltig produzieren. Und das ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je.