In Krefeld, wo die geschichtsträchtige Dampfeisenbahn „Schluff“ ihre Runden dreht, brodelt es ordentlich. Die Saison hat gerade erst begonnen, doch die Sorgen um die Zukunft dieser historischen Bahn sind groß. Die Stadtwerke Krefeld haben angekündigt, den Betrieb zum Ende dieser Saison im Dezember einzustellen. Der Grund? Oh, das sind die berüchtigten hohen Betriebskosten und die anstehenden Schienensanierungen, die in die Millionen gehen. Einmal mehr stellt sich die Frage: Wie viel sind wir bereit zu zahlen, um ein Stück unserer Geschichte zu bewahren?
Aktuell läuft eine Petition, die sich an SWK Mobil, den Stadtrat und den Oberbürgermeister richtet. Sie fordert eine sofortige Aussetzung der Stilllegungspläne und eine Prüfung aller Möglichkeiten zum Weiterbetrieb des Schluff. Immerhin wird der Schluff als ein unverzichtbarer Teil der Krefelder Identität angesehen. Ein Verlust dieser historischen Bahn würde uns nicht nur ein Stück unserer Kultur nehmen, sondern auch die Erinnerung an die schönen Ausflüge, die man mit dem Dampferleben verbinden kann, in den Hintergrund drängen.
Ein Stück Krefelds Geschichte
Der Schluff gilt als eine der ältesten Privatbahnen Deutschlands. Mit jedem Dampfer, der durch die idyllische Landschaft zieht, wird die Nostalgie lebendig. Doch die Herausforderungen, die sich der Bahn entgegenstellen, sind nicht zu unterschätzen. Die letzte Hauptuntersuchung der Lokomotive kostete rund 800.000 Euro. Das wurde über Kredite finanziert, was die finanzielle Situation des Vereins, der den Schluff betreut, noch brisanter macht. Ticketverkäufe und Mitgliedsbeiträge decken lange nicht die Kosten. Daher wird überlegt, den Schluff als stehendes Denkmal zu erhalten – wo genau, das steht allerdings noch in den Sternen.
Doch der Schluff ist nicht nur eine Bahn, er ist ein lebendiges Stück Geschichte. Bei der Restaurierung der Lokomotive wurde auf die originale Ausführung geachtet. Fast alle Bauteile sind aufgearbeitet und wieder angebaut worden. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Liebe und Mühe in die Erhaltung des Dampfes geflossen sind. Der mechanische Teil der Bremsanlage wurde neu konstruiert, und der Dampfdom wurde nach alten Bildern neu gefertigt. So wird die Lokomotive nicht nur als technisches Denkmal, sondern auch als Kunstwerk in die Geschichte eingehen.
Ein Aufruf zur Rettung
Die Petition verlangt von den Verantwortlichen volle Transparenz über die tatsächlichen Kosten und eine ernsthafte Prüfung aller Alternativen zum Weiterbetrieb. Auch die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ist ein zentraler Punkt. Denn eines ist sicher: Der Schluff ist mehr als nur ein Verkehrsmittel. Er trägt die Erinnerungen an unzählige Ausflüge, an fröhliche Gesichter und dampfende Abenteuer. Das Gefühl, wenn sich der Nebel der Dampfwolken um die Waggons legt und der Schornstein in die Höhe ragt – das ist unbezahlbar.
Am Ende bleibt die Frage: Warum wird die Stilllegung als einfache Lösung gewählt? Wir müssen uns gemeinsam für den Erhalt des Schluff einsetzen. Er ist nicht nur eine Bahn, er ist ein Symbol für Krefeld – ein Stück Identität, das wir nicht einfach so aufgeben sollten. Also, ran an die Tasten und unterzeichnet die Petition gegen die Stilllegung des Schluff. Denn ein Verlust für die Stadt Krefeld kann nicht einfach hingenommen werden.