Heute ist der 1.05.2026 und in Krefeld schlägt das Herz für die heimische Tierwelt. Igel, Eichhörnchen, Fledermäuse, Eulen und Greifvögel sind nicht nur Teil unseres Lebensraums, sie benötigen oft auch menschliche Hilfe, besonders wenn sie verletzt, krank oder hilflos sind. Diese Tierarten stehen unter dem besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, was ihre Bedeutung für die Biodiversität in unserer Region unterstreicht. Doch Krefeld hat keine eigene kommunale Wildtierauffangstation, was die Situation für die Tiere und die engagierten Helfer erschwert.
Die Stadt Krefeld hat jedoch ein Lichtblick geschaffen: das Förderprogramm „Wildtierhilfe in Krefeld“. Dieses Programm, das heute in Kraft tritt, ist darauf ausgelegt, die wertvolle ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, die von Organisationen und Privatpersonen geleistet wird. Die jährliche Fördersumme von 5.000 Euro kann für verschiedene Ausgaben wie Futtermittel, Verbrauchsmaterialien, Medikamente und tierärztliche Maßnahmen verwendet werden. Informationen zur Antragsberechtigung und zum Verfahren sind im städtischen Serviceportal verfügbar.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Am 02. April 2026 haben die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Ratsgruppe LUKS einen gemeinsamen Antrag zur Wildtierhilfe eingebracht. Ziel dieses Antrags ist es, einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage, Herausforderungen und Bedarfe der Wildtierhilfe in Krefeld zu erhalten. Die Verwaltung wird in einer der nächsten Ausschusssitzungen die Situation und Fallzahlen der vergangenen Jahre präsentieren, was für die ehrenamtlichen Helfer von großer Bedeutung ist.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von Praxisvertretern, wie dem NABU und der Igelhilfe-Initiative „Casa de Riccio“. Diese Vertreter bringen nicht nur ihre Erfahrung, sondern auch die Herausforderungen, mit denen sie täglich konfrontiert werden, in die Diskussion ein. Die Wildtierhilfe in Krefeld wird überwiegend von Ehrenamtlichen getragen, die mit persönlichem Einsatz und fachlicher Kompetenz agieren.
Der Weg zur Biodiversität
Ein wichtiger Bestandteil des Antrags ist die Darstellung der Schnittstellen zwischen der Wildtierhilfe und dem in Ausarbeitung befindlichen Biodiversitätskonzept der Stadt. Obwohl Krefeld Mitglied im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt ist, lässt das Biodiversitätskonzept noch auf sich warten. Derzeit wird die Biodiversitätsförderung größtenteils vom Ehrenamt übernommen, was die Dringlichkeit der Unterstützung durch die Kommune verdeutlicht.
Insgesamt zeigt sich, dass die Wildtierhilfe in Krefeld auf einem guten Weg ist, aber noch viele Herausforderungen zu meistern hat. Die neue Förderung und die politischen Bemühungen sind Schritte in die richtige Richtung, um der heimischen Tierwelt zu helfen und die Biodiversität in unserer Stadt zu sichern. Es bleibt zu hoffen, dass die geplante Unterstützung durch die Stadtverwaltung und die Einbindung der verschiedenen Akteure zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation führen wird.