In Nordrhein-Westfalen wurden die Weichen für eine mögliche Olympia-Bewerbung gestellt. Erste Städte in der Region haben bereits bei Bürgerentscheiden für die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gestimmt. So erreichte Duisburg eine Zustimmung von beeindruckenden 72,95%, während Dortmund auf 68,27% kam. Insgesamt haben 17 Kommunen in NRW an den Abstimmungen teilgenommen, und das Endergebnis aus allen Städten wird am Sonntagabend bekanntgegeben.

Die Bürger hatten die Möglichkeit, per Briefwahl abzustimmen, und über vier Millionen Wahlberechtigte konnten ihre Stimme abgeben. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Zustimmung zur Bewerbung noch keine endgültige Entscheidung für die Austragung der Sommerspiele in NRW darstellt. Auch andere Städte, wie München, Hamburg und Berlin, haben ihre eigenen Bewerbungen für die Spiele angestoßen. München konnte bereits im Herbst des Vorjahres eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 66,4% bei einem Bürgerentscheid erzielen.

Die Kampagne für KölnRheinRuhr

Die Kampagne für die Bewerbung KölnRheinRuhr startet am 19. Januar 2026, genau drei Monate vor den entscheidenden Ratsbürgerentscheiden, die am 19. April 2026 in allen beteiligten Kommunen stattfinden. Unterstützt wird die Bewerbung von 17 Kommunen, der Landesregierung, dem Landessportbund NRW und verschiedenen Sportverbänden. Eine finale Entscheidung über die deutsche Bewerbung wird am 26. September 2026 im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) getroffen.

Prominente Unterstützer der Initiative sind unter anderem Sportler wie Markus Rehm und Isabell Werth sowie Politiker wie Ministerpräsident Hendrik Wüst. Nordrhein-Westfalen hat in den letzten zehn Jahren bereits Erfahrung mit über 30 internationalen Sportevents gesammelt und plant, 14 Millionen Tickets anzubieten, wobei 95% der Athleten im Olympischen Dorf untergebracht werden sollen.

Nachhaltigkeit und Sportstätten

Ein zentrales Element der Bewerbung ist der nachhaltige Plan, der vorsieht, dass 100% der Sportstätten entweder bereits bestehen oder temporär eingerichtet werden. Die Investition in den Sport in Nordrhein-Westfalen beläuft sich auf etwa eine Milliarde Euro. Die verschiedenen Austragungsorte sind sorgfältig ausgewählt und umfassen Städte wie Bochum, Dortmund und Köln, wo unter anderem Fußball, Leichtathletik und Radsport stattfinden sollen.

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Die betroffenen Kommunen, die an den Bürgerentscheiden teilnehmen, sind Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal. Das Kampagnenlogo mit seinen 16 bunten Strahlen symbolisiert den Teamgedanken und unterstreicht die gemeinsame Vision für die Olympischen Spiele.

Insgesamt ist die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele ein spannendes Vorhaben, das nicht nur die Sportlandschaft in Nordrhein-Westfalen prägen könnte, sondern auch die Gemeinschaft und den Stolz der Region stärken würde.