Ein aufregendes Kapitel in der Fahrradindustrie wird aufgeschlagen! Die Zukunft der Fahrradmesse in Deutschland nimmt Gestalt an, und sie wird in Köln stattfinden. Ja, richtig gehört! Der Verband der deutschen Fahrradindustrie (ZIV) hat beschlossen, die Eurobike in ihrer bisherigen Form für obsolet zu erklären und plant stattdessen eine neue Messe, die vom 6. bis 8. September 2027 unter dem Titel „towards tomorrow – European Bike Show“ ihre Premiere feiern wird. Damit wird Köln wieder zum Schauplatz für Fahrradenthusiasten und Fachbesucher – und das ist eine echte Neuigkeit!

Die Eurobike, die in Frankfurt stattfand, hat in den letzten Jahren an Glanz verloren. Mit nur 785 Ausstellern im Jahr 2023 im Vergleich zu 1500 im Jahr 2025 – das ist schon ein gewaltiger Rückgang! Enttäuschende Besucherzahlen und das Ausbleiben vieler deutscher und europäischer Hersteller haben dazu geführt, dass der ZIV den Kooperationsvertrag mit den Eurobike-Veranstaltern, die zu 51% in Friedrichshafen und zu 49% in Frankfurt organisiert werden, gekündigt hat. Und das ist noch nicht alles: Der ZIV hält nun die Markenrechte an der neuen Messe in Köln und wird die Organisation aktiv mitgestalten. Das macht die Sache umso spannender!

Ein neuer Ansatz für die Branche

Burkhard Stork, der Geschäftsführer des ZIV, hat klargemacht, dass die Zeiten, in denen Bestellungen hauptsächlich auf Messen getätigt wurden, vorbei sind. Die neue Messe in Köln wird ausschließlich für Fachbesucher geöffnet sein und nur drei Tage dauern. Ein kluger Schachzug, um den Handel bei Bestellungen für die nächste Fahrradsaison zu unterstützen! Und die Unterstützung von drei wichtigen deutschen Handelsverbänden ist auch schon zugesagt. Das ist ein starkes Zeichen!

Während die Eurobike weiterhin in Frankfurt bleibt und für 2027 eine Verschiebung auf den Zeitraum 1. bis 3. September angekündigt hat, wird die neue Messe in Köln unter dem Motto „Towards Tomorrow“ eine Plattform für starke Marken und den Handel bieten, mit einem klaren inhaltlichen Profil. ZIV-Ko-Vorsitzender Bernhard Lange hat es treffend formuliert: Es braucht einen starken gemeinsamen Marktplatz und eine globale Leitmesse in Deutschland. Kommt es zu einem Wettlauf der Messen? Man darf gespannt sein!

Die Fahrradwirtschaft im Wandel

Doch was steckt hinter all diesen Veränderungen? Die Fahrradwirtschaft in Deutschland hat sich als ein etablierter und zukunftsfähiger Teil der Wirtschaft erwiesen. Laut einer Studie des T3 Transportation Think Tanks gab es im Jahr 2024 zwar Rückgänge – die Beschäftigung in der Herstellung und im Handel sank leicht und die Umsätze in der Produktion gingen um 10 Prozent zurück. Überkapazitäten und eine schwache Konjunktur wurden als Gründe genannt. Aber es gibt auch Wachstumsbereiche, wie das Dienstradleasing und den Refurbishingmarkt, die florieren und die Beschäftigtenzahlen steigern konnten!

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Insgesamt profitieren 205.000 Menschen direkt oder indirekt von der Fahrradwirtschaft, und der Umsatz in den Kernbereichen beläuft sich auf stolze 27 Milliarden Euro. Fahrräder sind längst mehr als nur Fortbewegungsmittel – sie sind integrale Bestandteile urbaner Sharing-Systeme und spielen eine entscheidende Rolle im Lieferverkehr, insbesondere bei E-Lastenrädern. Die Bedeutung des Fahrrads kann also nicht hoch genug eingeschätzt werden!

Umso mehr ist es wichtig, dass die Branche sich auf neue Herausforderungen einstellt und innovative Wege findet, sich weiterzuentwickeln. Politischer Rückenwind ist notwendig, um das Potenzial der Fahrradwirtschaft voll auszuschöpfen und Deutschland als internationalen Leitmarkt zu etablieren. Die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans könnte dabei helfen, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.

Die Vorfreude auf die neue Messe in Köln ist groß. Sie könnte das Sprungbrett für eine neue Ära in der Fahrradindustrie sein – mit frischem Wind und innovativen Ansätzen. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft bringt!

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