Heute, am 5. Juni 2026, blickt Nordrhein-Westfalen auf einen aufregenden Tag zurück. Der NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ hat seine Pforten geöffnet, und fast 80 Schülerinnen haben mit 46 spannenden Projekten um die Gunst der Jury gewetteifert. Die Atmosphäre in Essen war elektrisierend, als die Talente, die zuvor bei Regional-Wettbewerben brilliert hatten, ihre außergewöhnlichen Ideen präsentierten. Es war ein Fest der Kreativität und des Wissens, bei dem nicht nur die jungen Forscherinnen in den Mittelpunkt rückten, sondern auch die Bedeutung ihrer Perspektiven betont wurde. Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung, hob hervor, wie wertvoll die Beiträge der Schüler*innen für die Gesellschaft sind.

Ein besonderes Highlight war das Projekt des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, welches den zweiten Platz im Fachgebiet Chemie errang. Jonathan Helleberg und Moritz Halmer hatten sich mit ihrem Thema „Fixierung von Gleitmittel durch Elektroadhäsion“ tief in die Materie der zwitterionischen Polymere und deren Mischungen eingearbeitet. Ziel war die Entwicklung umweltfreundlicher und langlebiger Schmiermittel – ein Thema, das nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Industrie von großer Relevanz ist. Mit ihren selbst konstruierten Messapparaturen konnten sie experimentell nachweisen, wie ein mehrschichtiges Schmiermittel an Oberflächen haftet. Beeindruckend! Und das alles in einem Wettbewerb, der von Westenergie zum 34. Mal ausgerichtet wurde. Ein großes Lob an die Organisatoren und die Jury, die aus Vertretern von Wirtschaft, Forschung und Bildung bestand.

Technische Herausforderungen und innovative Ansätze

Die Herausforderungen rund um Schmierstoffe sind vielschichtig. Gleitlager, die oft bevorzugt werden, haben zwar einen einfachen Aufbau und sind kostengünstig, doch bringen sie Reibwerte von etwa 0,1 mit sich und verlieren an Energieeffizienz bei höheren Drehzahlen. Im Gegensatz dazu bieten Wälzlager niedrigere Reibwerte von 0,01, sind jedoch komplizierter und teurer. Hier kommt die Supraschmierung ins Spiel, die Gleitlager ressourceneffizienter machen könnte. Dabei werden Materialien, Oberflächen und Schmierstoffe optimal abgestimmt. Doch, wie so oft in der Forschung, stehen die Wissenschaftler vor Herausforderungen, wie der Langzeit- und Temperaturstabilität unter realen Bedingungen.

Im Fraunhofer-Projekt SupraSlide wurde ein Baukasten für Supragleitlager entwickelt, der eine beeindruckende Energieersparnis von 90 % im Vergleich zu herkömmlichen Gleitlagern verspricht. Dabei wurden drei Demonstratoren realisiert: eine E-Achse für Elektrofahrräder, Gleitlager und Gleitringdichtungen für Pumpen sowie ein Positionierungssystem für die Robotik. Das klingt nach spannenden Möglichkeiten für die Zukunft!

Ein Blick in die Zukunft

Die Preisverleihung, bei der auch Essens Bürgermeisterin Julia Klewin und Jan Poppe von Westenergie anwesend waren, war ein weiterer Höhepunkt des Wettbewerbs. Poppe ermutigte die Teilnehmer, ihre naturwissenschaftlichen Interessen fortzusetzen und sich weiterhin für Themen wie Energie, Technik und Nachhaltigkeit zu begeistern. Diese Initiativen sind nicht nur wichtig für die junge Generation, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Die 3malE-Bildungsinitiative von Westenergie spielt hierbei eine zentrale Rolle und fördert das Interesse an diesen Schlüsselthemen.

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Für alle, die mehr über den Wettbewerb erfahren möchten, gibt es weitere Informationen auf der offiziellen Website von „Jugend forscht“. Hier können sich auch zukünftige Teilnehmer inspirieren lassen und vielleicht schon bald selbst ihre Ideen verwirklichen. Die Begeisterung für Wissenschaft und Technik lebt in diesen jungen Talenten weiter, und das ist die beste Nachricht, die wir uns wünschen können.