Es ist der 16. Mai 2026, und Höxter blickt auf eine aufregende und zugleich herausfordernde Zeit zurück. Mit etwas mehr als 28.000 Einwohnern hat die Stadt in Nordrhein-Westfalen eine bemerkenswerte Wandlung durchlebt. Bürgermeister Daniel Hartmann hat es treffend auf den Punkt gebracht: „Die Stadt wurde in ein blühendes Paradies verwandelt.“ Und das war nicht nur eine leere Floskel. Die Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2023 war das große Ereignis, das den Aufschwung einleitete. Sie zog satte 622.000 Besucher an und übertraf die Erwartungen mit einem Umsatz von 10,3 Millionen Euro – das ist wirklich beeindruckend!

Dennoch, die Freude über den Erfolg wird von einer besorgniserregenden finanziellen Lage überschattet. Der Haushalt für 2023 ist mit über 100 Millionen Euro bemessen, und ein Defizit von 25 Millionen Euro steht im Raum. Hartmann spricht von einer „dramatischen, ernsten und besorgniserregenden“ Situation. Die Laga selbst wird jedoch nicht für das Defizit verantwortlich gemacht – das ist schon mal ein kleiner Lichtblick. Stattdessen sind steigende Sozialkosten und die finanziellen Belastungen der Laga-Nachfolgegesellschaft „Huxarium Gartenpark gGmbH“ zu einem niedrigen sechsstelligen Betrag die Hauptverursacher der finanziellen Schwierigkeiten. Wenn man das so betrachtet, ist es fast paradox: Ein Gewinn von 53.000 Euro wurde nach der Laga erzielt, trotz 1,5 Millionen Euro an Mehrkosten durch Preissteigerungen. Komisch, oder?

Ein Blick auf die Hintergründe

In den letzten Jahren wurde in die Verschönerung der Innenstadt investiert – ganze 50 Millionen Euro, hauptsächlich durch Fördermittel. Diese Investitionen haben sich bezahlt gemacht; die Laga hat maßgeblich zur Verschönerung des Eisenbahnhaltes und der Fußgängerzone beigetragen. Laut Edison Buch, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden, sind die langfristigen Effekte der Laga auf den Tourismus und die Infrastruktur nicht zu unterschätzen. Der Aufschwung, den die Laga für die Stadt brachte, wird von Günter Wittmann, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, als „echter Aufschwung“ bezeichnet. Aber es gibt da noch die Verpflichtung der Stadt, bestimmte Flächen bis Ende 2033 zu pflegen, darunter den Remtergarten und einen neuen Archäologiepark. Buch sieht hier Verbesserungsbedarf bei der Auslastung dieser Flächen.

Der krönende Abschluss der Laga fand am 15. Oktober 2023 statt, ein echtes Fest für die Stadt. An diesem Tag wurde der symbolische Staffelstab in Form eines Spatens an Reiner Breuer, den Bürgermeister von Neuss, übergeben. Neuss plant, 2026 auf den Erfahrungen aus Höxter aufzubauen – eine spannende Entwicklung, die zeigt, wie sehr solche Veranstaltungen über die Stadtgrenzen hinaus wirken können.

Stadtentwicklung im Fokus

Die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Laga ergeben haben, sind nicht nur lokal zu betrachten. Sie stehen im Einklang mit den Zielen der nationalen Stadtentwicklungspolitik, die vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen initiiert wurde. Diese Initiative zielt darauf ab, Städte und Gemeinden lebenswert zu halten und erfolgreiche Lösungen für städtische Herausforderungen zu finden. Es ist eine Plattform, die Handelnde und Interessierte zusammenbringt, um aktuelle Trends zu thematisieren und Lösungen zu erarbeiten. Vielleicht ist das der Schlüssel für Höxter, um diese schwierige Phase zu überwinden und die positiven Effekte der Laga langfristig zu sichern.

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Die Zukunft ist ungewiss, aber die Stadt hat bewiesen, dass sie bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber eines ist sicher: Höxter ist auf dem richtigen Weg.