Heute ist der 30.04.2026 und die Situation in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Hochsauerlandkreis, bleibt angespannt. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt eine erhebliche Bedrohung für die heimische Wildschweinpopulation dar. Um dem entgegenzuwirken, hat das Land Nordrhein-Westfalen die finanzielle Unterstützung für die Bejagung von Schwarzwild verdoppelt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die ASP effektiv zu bekämpfen und die Tierseuche in den Griff zu bekommen.

Ab sofort erhalten Jäger in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis eine erhöhte Prämie für erlegte Wildschweine. Statt der bisherigen 100 Euro gibt es nun 200 Euro für jedes erlegte Tier im Kerngebiet und in der Sperrzone II. In der Sperrzone I beträgt die Prämie 150 Euro pro Stück. Diese Erhöhung ist besonders relevant, da seit dem ersten ASP-Fund vor etwa zehn Monaten rund 580 infizierte Wildschweine in der Region nachgewiesen wurden. Darüber hinaus wurden landesweit etwa 45.000 negativ getestete Wildschweine erlegt oder tot aufgefunden.

Effektive Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP

Die Unterstützung der Jäger ist von zentraler Bedeutung, wie auch Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen betont. Sie hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit den Jägern entscheidend für den Erfolg der Bekämpfung der Tierseuche ist. Seit dem Ausbruch der ASP im Juni 2025 wurden bereits über 13.500 Wildschweine in den betroffenen Kreisen entnommen. Um die Wildschweinpopulation störungsarm zu senken, kommen spezielle Fallen zum Einsatz. Eine landeseigene Jagdeinheit betreut über 30 dieser Fallen, was eine gezielte und effiziente Bejagung ermöglicht.

Die Kombination aus finanzieller Anreize und praktischen Maßnahmen zeigt, dass Nordrhein-Westfalen einen klaren Kurs eingeschlagen hat, um die Ausbreitung der ASP einzudämmen. Die Verdopplung der Prämien ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung für die Jäger, sondern auch ein Signal, dass die Bekämpfung der ASP höchste Priorität hat. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen bald Früchte tragen und die Wildschweinpopulation in der Region stabilisiert werden kann.