Am Dienstagabend, gegen 21.30 Uhr, wurde die Feuerwehr aus Herne zu einem brisanten Einsatz gerufen. Ein Brand in einem Keller der Behinderteneinrichtung Wewole-Stiftung an der Langforthstraße in Horsthausen sorgte für Aufregung. Die Brandmeldeanlage hatte Alarm geschlagen, und das nicht ohne Grund. Die besondere Sensibilität vor Ort war nicht zu übersehen, denn in der Einrichtung leben Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Da ist es nur verständlich, dass sofort der Löschzug der Wache 1 sowie ein Löschfahrzeug der Wache 2 ausrückten.
Im Kellergeschoss eines Nebengebäudes hatte ein Rauchmelder Alarm geschlagen. Das war der erste Hinweis auf eine mögliche Gefahr. Als die Feuerwehr eintraf, stellte sich heraus, dass sich die Situation zuspitzte – weitere Rauchentwicklung ließ auf eine Ausbreitung von Feuer und Rauch schließen. Umgehend wurde die Brandbekämpfung eingeleitet; die Feuerwehrleute schafften den Zugang zum Nebengebäude. Aufgrund der brisanten Lage wurde die Alarmstufe erhöht, und zusätzliche Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr wurden alarmiert.
Der Einsatz und die Herausforderungen
Der Rettungsdienst war ebenfalls vor Ort, blieb jedoch glücklicherweise ohne Einsatz. Der Brandherd, der im Technikraum des Kellergeschosses lokalisiert wurde, bestand aus brennenden Batterien. Hier stellte sich die Herausforderung, dass aufgrund starker Verrauchung im Keller aufwendige Belüftungsmaßnahmen nötig waren. Wie lange der Einsatz letztlich dauerte? Rund anderthalb Stunden waren die 42 Mitglieder von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Stadtwerken und Polizei. Und das Beste: Es gab keine Verletzten.
Wenn wir darüber nachdenken, was dabei alles schiefgehen könnte, wird einem bewusst, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr ist. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen auf Batterien und elektronische Geräte angewiesen sind, wird die Gefährdung durch Brände, die durch solche Geräte ausgelöst werden, nicht geringer. Ein Blick auf die vfdb-Brandschadenstatistik zeigt, dass Küchen mit 27 % die häufigsten Brandursachen sind – und in Wohngebäuden fast die Hälfte aller Brände ausmachen. Das ist alarmierend, oder? Ein Großteil der Brände geschieht bis zum zweiten Obergeschoss, und die Zeitspanne zwischen 23 Uhr und 4 Uhr birgt ein besonders hohes Risiko für größere Schäden.
Ein Blick auf die Brandstatistik
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) hat sich zur Aufgabe gemacht, eine zentrale Deutsche Brandstatistik zu entwickeln. Diese Statistik, die bereits vor über einem Jahrzehnt ins Leben gerufen wurde, vereint wertvolle Daten von verschiedenen Institutionen und hilft dabei, fundierte Entscheidungen im Brandschutz zu treffen. Die Erfassung neuer Brandrisiken, etwa durch Elektromobilität, ist ein weiterer Schritt, den die vfdb unternimmt, um den Brandschutz in Deutschland zu verbessern.
Die aktuellen Ereignisse in Herne erinnern uns daran, wie wichtig es ist, sich der Gefahren bewusst zu sein und die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen. In einer Welt, in der das Risiko von Bränden durch technische Geräte zunimmt, bleibt uns nur eines: wachsam sein und die professionelle Arbeit der Einsatzkräfte zu würdigen.