Heute ist der 4. Mai 2026, und in Herne gibt es Neuigkeiten, die Autofahrer und Anwohner gleichermaßen betreffen. Am 2. und 3. Mai wurde die letzte von vier alten Brücken im Rahmen des Neubaus des Herner Kreuzes abgerissen. Die Vollsperrung, die dazu führte, dass viele Verkehrsteilnehmer umdisponieren mussten, wurde am Sonntagmorgen um 5 Uhr aufgehoben. Ein kleiner Lichtblick, aber die rechte Fahrspur in Richtung Münster bleibt bis Mitte nächster Woche gesperrt.
Ein Update vom Autobahnbetreiber kam bereits am Montagabend, dem 4. Mai: Die Arbeiten sollen noch am selben Abend abgeschlossen werden. Das klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein! Allerdings ist eine weitere Vollsperrung der A43 in Fahrtrichtung Münster notwendig, und zwar von 21 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht. In dieser Zeit sollten Verkehrsteilnehmer über die A40, A45 und A2 ausweichen. Wer also plant, abends zu fahren, sollte sich besser einen Plan B überlegen.
Innovative Bauweise und langfristige Planung
Stellt man sich den Neubau der Brücken vor, wird einem schnell klar, dass hier mit einer innovativen Schnellbauweise gearbeitet wird. Teile werden vorab vorgefertigt, was den gesamten Prozess beschleunigen soll. Die erste Brücke im Kreuz wird zwischen Mai und August 2025 abgerissen, neu gebaut und wieder in Betrieb genommen. Klingt nach einer Menge Arbeit, die da auf die Beteiligten zukommt!
Doch das ist nicht alles. Nach dem Abschluss der Brückenneubauten stehen noch Arbeiten an den Verbindungsfahrbahnen an, und das ist ein langer Weg. Der Um- und Ausbau des Kreuzes wird durch verschiedene Faktoren wie Bahnstrecken, städtische Straßen und Stromleitungen kompliziert. Das Ganze zieht sich, man könnte sagen, wie Kaugummi – mehr als ein Jahrzehnt ist für dieses Projekt eingeplant. Ein genaues Abschlussdatum für die Arbeiten auf Herner Gebiet steht aktuell noch nicht fest. Geduld ist also gefragt!
Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur
Während Herne mit seinem Kreuz beschäftigt ist, läuft im Hintergrund eine größere Sache im Land. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Baufreigaben für 16 Bundesstraßen- und sieben Autobahn-Neubauprojekte erteilt. Hier fließen satte 710 Millionen Euro in die Bundesstraßen und ca. 3,6 Milliarden Euro in die Autobahnen. Über die Bundesfernstraßen fließt mehr als die Hälfte des Straßenverkehrs in Deutschland, und das ist nur ein Bruchteil dessen, was noch zu tun ist!
Der gezielte Ausbau des Bundesfernstraßennetzes ist also nicht nur ein Schlag ins Wasser. Mit Rekordinvestitionen von insgesamt 169 Milliarden Euro für Verkehrsprojekte bis 2029 wird hier eine ganz neue Verkehrsinfrastruktur angestoßen. Baufreigaben sind in 12 Bundesländern erteilt worden, darunter auch Nordrhein-Westfalen, wo die A43, die wir hier in Herne so gut kennen, eine der wichtigen Baustellen ist.
Insgesamt stehen viele Baustellen an, und während sich die Bauarbeiten am Herner Kreuz in die Länge ziehen, ist es wichtig, die größeren Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn der Verkehr manchmal stockt und Umleitungen frustrierend sind, können wir uns darauf freuen, dass diese Bemühungen langfristig zu einer besseren Infrastruktur führen. Irgendwie ist das ja auch ein gutes Gefühl, oder?