Heute ist der 16.05.2026, und in Wien läuft die Spannung auf das große Finale des Eurovision Song Contest (ESC) auf Hochtouren. Die Vorfreude ist förmlich greifbar, während die Stadt sich für das Event der Superlative herausputzt. Doch bevor die ersten Töne ertönen, gibt es auch einige ernsthafte Themen, die im Hintergrund brodeln. Ein Polizeisprecher hat die Lage vor der Final-Show als „sehr ruhig“ beschrieben, was während der gesamten ESC-Woche so geblieben ist. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder?
Am Samstag, dem großen Tag, wird ein Großaufgebot an Polizeibeamten und Spezialkräften bereitstehen. Die Sicherheit hat höchste Priorität. Doch das ist nicht alles: Es sind auch zwei bedeutende Protestveranstaltungen angemeldet. Eine propalästinensische Demonstration mit einigen tausend Teilnehmern wird erwartet, die sich gegen die Teilnahme Israels am ESC richtet. Gleichzeitig wird eine Kundgebung gegen Antisemitismus und Antizionismus stattfinden. Beide Proteste sollen räumlich getrennt in der Nähe der Stadthalle, wo das große Finale stattfindet, abgehalten werden. Um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, gibt es eine Sperrzone, die nur ESC-Beteiligten, Zuschauern und Anwohnern zugänglich ist.
Sicherheitskonzept auf höchstem Niveau
Wien nimmt das Thema Sicherheit sehr ernst. Ein umfassendes Sicherheitskonzept wurde in Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei, dem Innenministerium und der Wiener Stadthalle entwickelt. Man könnte sagen, sie haben sich ganz schön ins Zeug gelegt. Das Konzept sorgt dafür, dass die Ankunft und Sicherheit von Künstler:innen, Delegationen, Medienvertreter:innen und Fans reibungslos abläuft. Auch der Abstrom der Besucher:innen nach dem Finale wird sorgfältig geplant.
Die Sicherheitsmaßnahmen in der Wiener Stadthalle sind so hoch wie der Sicherheitsstandard eines Flughafens. Ein gründlicher Security-Check ist für alle Personen obligatorisch, inklusive Scans, Spürhunde und Überwachungskameras. Täglich werden etwa 500 Sicherheitskräfte unterwegs sein, um ein Auge auf alles zu haben. Wer mit einer Tasche kommt, hat schlechte Karten: Die strikte No-Bag-Policy erlaubt nur kleine persönliche Gegenstände wie Handys, Geldbörsen oder Schlüssel. Rucksäcke und Handtaschen? Fehlanzeige!
Ein Blick über den Tellerrand
Aber nicht nur vor Ort wird auf die Sicherheit geachtet. Auch in digitaler Hinsicht gibt es umfassende Cyber-Security-Maßnahmen. Personalisierte Tickets, die nur elektronisch gültig sind, und der Eintritt nur mit gültigem Ausweis sind nur einige der Vorkehrungen. Der QR-Code des Tickets erscheint erst 48 Stunden vor der Show, und die technische Infrastruktur der Wiener Stadthalle wird besonders geschützt. Man könnte sagen, hier wird wirklich alles drangesetzt, um die Gäste zu schützen.
Die erhöhte Terrorwarnstufe, die seit Oktober 2023 besteht, hat ihren Ursprung in einem schrecklichen Massaker in Israel durch Hamas-Extremisten und die damit verbundene Eskalation im Gazastreifen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein vereitelter Anschlagsversuch rund um ein Taylor-Swift-Konzert in Wien im Jahr 2024 bekannt. Das zeigt, dass Großveranstaltungen immer ein gewisses Risiko mit sich bringen, und Wien will auf Nummer sicher gehen.
Inmitten all dieser ernsten Themen bleibt die Vorfreude auf das ESC-Finale bestehen. Es ist ein Event, das Menschen aus aller Welt zusammenbringt, um die Vielfalt der Musik zu feiern. Mit seinen bunten Lichtern, den schillernden Kostümen und der einzigartigen Atmosphäre wird der ESC in Wien sicher ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Und trotz aller Sicherheitsvorkehrungen – das Herz schlägt ein wenig schneller, wenn die ersten Takte der Musik erklingen und die Bühne zum Leben erwacht.