In einer Welt, die sich ständig verändert, wird der Blick nach Afrika für Deutschland immer relevanter. Vor kurzem hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul Lagos, Nigeria, besucht, um mit Influencern aus Musik, Kultur und Film zu sprechen. Das ist nicht nur ein schicker PR-Gag, sondern auch eine echte Chance für Deutschland, den kreativen Geist dieser aufstrebenden Nationen zu entdecken. Wadephul betonte, dass Europa und Deutschland von diesen kreativen Köpfen lernen können – und das klingt doch vielversprechend!

Auf seiner Reise, die ihn auch nach Mauretanien und Südafrika führt, wird Wadephul von Wirtschaftsvertretern begleitet. Es ist sein dritter Afrika-Besuch in diesem Jahr – nach Kenia und Äthiopien im Januar und Marokko im April. Und das aus gutem Grund: Er fordert eine größere Flexibilität der deutschen Wirtschaft bei Investitionen in Afrika. Schließlich sollte Deutschland nicht die Chancen verpassen, die dieser Kontinent bietet. Vier Gründe nennt Wadephul, warum Afrika für die Bundesregierung so wichtig ist. Erstens: Nigeria, als bevölkerungsreichster Staat Afrikas, ist ein bedeutender Handelspartner für Deutschland. Zweitens: Die Suche nach Rohstoffen wird immer drängender, besonders im Hinblick auf Seltene Erden und Energieversorgung, um unabhängiger von China zu werden.

Wirtschaftliche Verflechtungen

Drittens: Die Verhinderung neuer Migrationsbewegungen ist ein zentrales Anliegen. Deutschland investiert in Sicherheit und gegen Extremismus in Westafrika und der Sahel-Region. Viertens: Neue politische Partner werden gesucht, und Mauretanien, Nigeria und Südafrika gelten als wichtige Akteure in multilateralen Organisationen. Nigeria, als Afrikas größter Ölproduzent, hat seit 2008 eine deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft – viel Potenzial, das es zu nutzen gilt!

Doch der Blick auf Afrika ist nicht nur eine Frage der Marktchancen. Die geopolitischen Strömungen ändern sich, und Deutschland hat Schwierigkeiten, seinen Platz in einer multipolaren Weltordnung zu finden. Afrikas Ressourcen werden für Deutschland zunehmend wichtiger. Historisch war Deutschland eine geoökonomische Macht, die sich auf Exportvolumen konzentrierte. Aber die Krise der westlich dominierten internationalen Ordnung eröffnet afrikanischen Regierungen und Unternehmen neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Vereinbarungen. Das ist spannend, nicht wahr?

Neue Wege der Zusammenarbeit

Die deutsche Außenwirtschaftspolitik muss sich wandeln. Sie sollte auf gerechteren Handelsordnungen basieren, die auch den afrikanischen Ländern zugutekommen. Diese Umorientierung könnte Deutschland helfen, bessere Beziehungen zu Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika aufzubauen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die deutschen Direktinvestitionen in Afrika 2021 mit nur 1,6 Milliarden USD eher mager ausfielen. Für die Unternehmen wie Volkswagen und BASF, die bedeutende Produktionsstandorte auf dem Kontinent haben, könnte sich hier eine Wende ergeben – und die ist dringend nötig.

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Die Bundesregierung diskutiert aktuell LNG-Exportprojekte mit afrikanischen Ländern, und das könnte ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein. Der AfCFTA-Prozess – eine Initiative zur Schaffung eines kontinentweiten Freihandelsraums – könnte das Potenzial besitzen, eine panafrikanische Vision zu verwirklichen. Es gibt also viel Raum für Entwicklung und Innovation!

Die Herausforderung besteht darin, die Profitinteressen deutscher Unternehmen mit moralischen Prinzipien in Einklang zu bringen. Die grüne Außenministerin Annalena Baerbock hat dies bereits angestoßen, indem sie die Bedeutung moralischer Prinzipien in der Außenpolitik betont. Und das ist auch gut so, denn der Ukraine-Krieg hat neue Überlegungen zur Moral und zum nationalen Interesse in die deutsche Außenwirtschaftspolitik eingeführt. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Balanceakt entwickeln wird.

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