Heute ist der 21.04.2026 und in Hagen sorgt die Einführung von rund 10.000 gelben Wertstofftonnen für rege Diskussionen unter den Bürgern. Der erste Leerungszyklus im April verlief planmäßig, doch die Freude über die neuen Behälter wird durch einige Probleme getrübt. Viele Tonnen stehen nach der Leerung unbeaufsichtigt auf Bürgersteigen und am Straßenrand, was zu Unmut führt.

Hans-Joachim Junge von der CDU äußerte seinen Unmut über Anwohner, die die Tonnen nach der Leerung nicht zurückholen. „Das ist nicht im Sinne der Sauberkeit unserer Stadt“, so Junge. Bärbel Buchholz von der SPD hingegen kritisierte, dass die Entsorgungsunternehmen HEB und AHE die Bürger nicht nach der gewünschten Tonnengröße befragt haben. „Viele wissen gar nicht, wohin mit den herrenlosen Tonnen“, bemerkte sie. Das Ordnungsamt hat ebenfalls festgestellt, dass viele Behälter nach der Leerung an Ort und Stelle gelassen wurden. Thomas Lichtenberg, der Leiter des Ordnungsamtes, plant vorerst abzuwarten, bevor er Maßnahmen ergreift.

Wohin mit den Tonnen?

Ein weiteres Problem sorgt für Verwirrung: Einige der neuen Tonnen passen schlichtweg nicht durch die Hauseingänge. Um dieser Situation entgegenzuwirken, haben die Bürger bis zum 30. Juni die Möglichkeit, Änderungen des Behältervolumens bei HEB und AHE zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt bequem über Online-Formulare der Entsorgungsunternehmen, und der Austausch der Tonnen soll ab dem 1. Juli erfolgen. HEB ist zuständig für die Gebiete Boelerheide, Boele-Zentrum, Fley/Helfe, Garenfeld, Kabel und Bathey, während AHE für den Rest des Stadtgebiets verantwortlich ist.

Hintergrundinformationen zur Abfallwirtschaft

Die Diskussion um die Wertstofftonnen ist Teil eines größeren Themas: der Abfallwirtschaft in Deutschland. Jährliche Abfallbilanzen enthalten wichtige Informationen zu Kunststoffabfällen, die unter „gemischte Verpackungen / Wertstoffe“ erfasst werden. Insgesamt werden diese Daten in der Fachserie 19, Reihe 1 „Abfallentsorgung“ veröffentlicht. Die Statistik umfasst nur die Mengen der getrennt gesammelten Kunststoffe, während Kunststoffe in der grauen Tonne unter „Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle“ erfasst werden.

Insgesamt zeigt sich, dass die Einführung der gelben Wertstofftonnen in Hagen ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber auch zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadtverwaltung und die Bürger diese Probleme gemeinsam angehen werden, um die Sauberkeit und Ordnung in der Stadt zu gewährleisten.

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