Tierische Segnung in Gelsenkirchen: Ein Gottesdienst für Mensch und Tier
In Gelsenkirchen, genauer gesagt in der Lukaskirche am Eppmannsweg 32, findet am Sonntag, den 23. August, um 17 Uhr ein ganz besonderes Ereignis statt: der erste Tiergottesdienst! Matthias und Sabine Siebold, die Organisatoren dieser liebevollen Veranstaltung, haben sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Matthias, der Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Nord, und seine ehrenamtlich engagierte Frau Sabine wollen mit diesem Gottesdienst die Beziehung zwischen Mensch und Tier feiern und würdigen.
Die Idee kam auf, als Gemeindemitglieder anfragten, ob sie ihre tierischen Freunde mitbringen dürften. Ein klarer Fall von „Ja, gerne!“ Die Segnung der Tiere steht im Mittelpunkt, und es wird ein Raum geschaffen, um den positiven Aspekt dieser Beziehungen zu zelebrieren. Interessanterweise wird es keine kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Massentierhaltung geben – stattdessen sollen die Besucher an ihre verstorbenen Haustiere erinnert werden. Auch die Sitzordnung wird an die tierischen Gäste angepasst: Genügend Abstand ist eingeplant, und die klassischen Kirchenbänke werden durch eine tierfreundliche Anordnung ersetzt.
Ein Platz für alle
Natürlich gibt es auch einige wichtige Regeln, damit alles gut verläuft. Eine strikte Leinenpflicht gilt für alle Tiere, die mitgebracht werden, und diejenigen, die nicht an die Leine können, müssen in entsprechenden Behältnissen bleiben. Und keine Sorge, Kuscheltiere sind ebenfalls willkommen! Sie müssen sich allerdings nicht an die Leinenpflicht halten. Eine Anmeldung für den Gottesdienst ist nicht notwendig – einfach vorbeikommen und teilnehmen.
Franz von Assisi, der Patron der Tiere, wird in diesem Kontext oft erwähnt. Er lebte von 1182 bis 1226 und ist bekannt für seine besondere Nähe zur Natur und seinen liebevollen Umgang mit Tieren. Seine Botschaft war klar: Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Schutz und Leben. Am 4. Oktober, dem Gedenktag von Franziskus, wird weltweit der internationale Tag für den Tierschutz begangen. Tierschutzverbände und Aktivisten nutzen diesen Tag, um auf die Rechte der Tiere aufmerksam zu machen. Es ist also nicht nur ein Gottesdienst, sondern auch ein kleiner Beitrag zur Bewusstseinsbildung für Tierschutz und Umwelt.
Die Liebe zu Tieren
Franz von Assisi wird oft als Vorbild für den respektvollen Umgang mit Tieren betrachtet. Geschichten berichten von seiner Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren – er soll sogar Vögeln gepredigt und den Wolf von Gubbio gezähmt haben. In seinen Augen waren Tiere Teil der „göttlichen Familie“, und er sah in ihnen Schöpfung und Göttlichkeit verkörpert. Er wollte ein Gesetz erlassen, das den Fang von Lerchen verbietet, und sorgte im Winter für Bienen, indem er ihnen Honig gab. So zeigt sich, dass seine Beziehung zu Tieren nicht nur religiös motiviert, sondern auch ganz im Sinne des modernen Tierschutzgedankens war.
Die kommende Segnung in Gelsenkirchen wird eine Hommage an diese Werte sein. Sie wird uns daran erinnern, wie wichtig und bereichernd die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist. Es wird gebetet, gebellt und gezwitschert – eine harmonische Melodie aus menschlicher Zuneigung und tierischer Freude. Wer also am 23. August Zeit hat, sollte sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen lassen. Es ist eine Gelegenheit, die Verbundenheit zu feiern und den tierischen Freunden zu danken.
Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören heute zu den grundlegenden Anforderungen an jedes professionelle Nachrichtenangebot. Unser neues System setzt auf datensparsame Verarbeitung, den weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter-Skripte und transparente Einwilligungsmechanismen. Die DSGVO-sichere technische Basis wurde von Daniel Wom / VeloCore geschaffen.
