In Gelsenkirchen ging es kürzlich ganz schön turbulent zu. Ein 49-jähriger Autofahrer, der anscheinend die Verkehrsregeln für ein bloßes Suggestivspiel hielt, lieferte sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Der Mann, der keinen Führerschein besaß und unter Drogen stand, ignorierte mehrfach die Anhaltesignale der Beamten und raste mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straßen der Stadt. Das Ganze dauerte fast eine halbe Stunde und führte ihn schließlich in einen Graben.
Die Polizei setzte während der Verfolgung Blaulicht und Martinshorn ein, doch der Fahrer ließ sich davon nicht beeindrucken. Er fuhr auf die Autobahn 52 in Richtung Marl und rammte sogar einen Streifenwagen, als dieser versuchte, ihn zu blockieren. Am Ende der Verfolgungsfahrt landete er – nach einem Unfall im Stadtgebiet Marl, der ihn aufhielt – mit seinem nicht zugelassenen Fahrzeug in einem Graben. Der Beifahrer, ein 22-jähriger Mann aus Gelsenkirchen, blieb ebenso unverletzt wie der Fahrer selbst.
Fluchtversuch und Folgen
Nachdem das Auto schließlich zum Stehen kam, versuchte der 49-Jährige, zu Fuß zu fliehen. Doch die Polizei war schnell und stellte ihn. Das Fahrzeug war nicht nur nicht zugelassen, sondern die Kennzeichen waren auch gestohlen. Ein klarer Fall für die Polizei, die das Auto sicherte und dem Fahrer eine Blutprobe entnahm. Ein Strafverfahren wurde gegen den Mann eingeleitet, und es ist zu vermuten, dass ihm nun einige unangenehme Konsequenzen ins Haus stehen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Fahren unter Drogeneinfluss sind in Deutschland ziemlich streng. Bei einem ersten Verstoß drohen dem Fahrer nicht nur ein Bußgeld von 500 Euro, sondern auch zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Bei wiederholtem Vergehen wird es noch teurer und unangenehmer. So könnte es bald für ihn eng werden, denn das Fahren ohne Führerschein und unter Drogen wird nicht gerade als Kavaliersdelikt angesehen.
Drogen am Steuer
Ein Blick auf die rechtlichen Bestimmungen zeigt, dass die Konsequenzen für Fahranfänger in der Probezeit besonders schmerzhaft ausfallen können. Das erste Vergehen führt zur Verlängerung der Probezeit und zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Entzug der Fahrerlaubnis kommen, was für den Betroffenen weitreichende Folgen haben kann.
Auf die Frage, was genau Drogen am Steuer für den Straßenverkehr bedeuten, könnte man wohl ganze Bücher schreiben. Die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch berauschte Fahrer kann nicht nur Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen, sondern auch die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Wer glaubt, mit einem Joint im Blut noch sicher fahren zu können, muss sich bewusst sein, dass die Polizei auch über Schweiß-, Speichel- und Bluttests nachweisen kann, ob jemand unter dem Einfluss von Drogen steht.
In Gelsenkirchen mag die Verfolgungsfahrt ein besonders drastisches Beispiel für die Gefahren im Straßenverkehr gewesen sein. Doch letztlich ist es eine Herausforderung, mit Drogen am Steuer verantwortungsvoll umzugehen – für alle Beteiligten. Die Frage bleibt: Wie viel Risiko sind wir bereit einzugehen, nur um einen kurzen Rausch auszuleben?