Die Vorfreude auf einen Flug ist oft ein zweischneidiges Schwert. Einerseits freuen wir uns auf das Ziel, die nächste Abenteuerreise oder ein Wiedersehen mit Freunden. Andererseits gibt es da die Frage nach der Verpflegung an Bord. Was ist erlaubt, was nicht – und vor allem: Wie überstehe ich die Zeit in der Luft, ohne den Hunger zu ignorieren? Es gibt gute Nachrichten für alle Vielflieger und Reisenden: Eigenes Essen im Flugzeug ist nicht nur erlaubt, sondern kann auch eine Menge Geld sparen und ein Gefühl der Autarkie verleihen.

Ein Beispiel gefällig? Nehmen wir einen Iberia-Flug von Madrid nach Palma de Mallorca. Ein Bocadillo de Jamón y Queso und selbstgebackene Kekse – das klingt doch viel verlockender als die Bordverpflegung, oder? Das Gerücht, dass eigenes Essen nicht an Bord gebracht werden darf, ist übrigens schlichtweg falsch! Selbstverpflegung ist erlaubt, und was man so einpackt, bleibt dabei ganz der eigenen Kreativität überlassen. Erlaubte Snacks sind belegte Sandwiches, Wraps, Gemüsesticks, Schokoriegel, Kekse und sogar Obst. Und für die Schleckermäuler unter uns: Tiefgefrorene Snacks wie Schwarzwälder Kirschtorte sind ebenfalls erlaubt, solange sie fest sind. Ein Hoch auf die Reisegenüsse!

Sicherheitskontrollen und Verpackung

Doch bevor die Snacks in die Tasche wandern, sollte man einen Blick auf die Sicherheitskontrollen werfen. Feste und bissfeste Lebensmittel sind in der Regel unproblematisch. So dürfen Brote oder belegte Sandwiches (aber bitte ohne flüssige Saucen) problemlos mitgenommen werden. Obst und Gemüse wie Äpfel oder Karottensticks sind ebenfalls willkommen. Das gilt auch für Snacks wie Nüsse, Kekse oder Müsliriegel. Aber Achtung: Flüssigkeiten und halbfeste Lebensmittel unterliegen strengen Regeln. Alles über 100 Milliliter muss am Boden bleiben! Das betrifft nicht nur Wasserflaschen, sondern auch Marmelade, Nuss-Nougat-Cremes und cremigen Weichkäse. Babynahrung in angemessenen Mengen darf auch in größeren Behältern mitgeführt werden – ein kleiner Lichtblick für frischgebackene Eltern!

Was die Verpackung betrifft, so sollten Lebensmittel hygienisch verpackt sein. Das heißt: In wiederverwendbaren Dosen oder durchsichtiger Folie – alles, was den Blick der Sicherheitskontrolleure nicht auf den Plan ruft. Und wenn man schon beim Thema Verpackung ist, kann ein kleiner Tipp nicht schaden: Kühlakkus mit Kühlgel sind tabu. Das sorgt vielleicht für ein paar schweißige Momente, wenn der Joghurt droht, schmelzen zu müssen.

Regelungen je nach Fluggesellschaft

Die Fluggesellschaften handhaben das Thema Essen an Bord unterschiedlich. Während beispielsweise AirAsia das Mitbringen von Snacks strikt verbietet, wird man bei Etihad Airways geradezu dazu ermuntert. Ein deutscher Passagier hat einmal geklagt, nachdem ihm bei der Sicherheitskontrolle mehr als 100 Gramm Matjeshering und andere Leckereien abgenommen wurden. Seine Klage war erfolglos, sodass man gut daran tut, sich vorher über die jeweiligen Richtlinien zu informieren. Ein Bundesverwaltungsgericht hat zudem entschieden, dass fest-flüssige Mischungen im Handgepäck verboten sind. Also, Finger weg von der cremigen Erdnussbutter!

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Ein kleiner Blick in die internationale Umfrage von Opodo: Nur 4-7% der Befragten stören sich an den Speisen der Nachbarn. Interessanterweise wird starkes Parfüm als unangenehmer empfunden. Vielleicht liegt das daran, dass man beim Fliegen einfach ein wenig sensibler reagiert. Eigene Snacks bringen nicht nur Abwechslung in die Bordverpflegung, sie haben auch einen praktischen Vorteil: Wenn der Bordservice aufgrund von Turbulenzen eingestellt wird, ist man bestens gerüstet.

Das Fazit? Fliegen muss nicht gleichbedeutend mit „Hunger leiden“ sein. Mit ein bisschen Planung und den richtigen Snacks wird der Aufenthalt in der Luft zum Genuss. Also, packt eure Lieblingssnacks ein, genießt den Flug und lasst euch die Vorfreude auf das Ziel nicht verderben!

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