Heute ist der 13.06.2026 und die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren hat endlich begonnen! Die Stadtwerke Essen (SWE) stehen bereit, um das Phänomen der „Pinkelkurve“ während der spannenden Spiele zu beobachten. Man kennt es ja: Wenn es zur Halbzeitpause geht, strömen die Menschen in die sanitären Anlagen. Und genau dann merkt man es auch im Wasserverbrauch. Vor dem Spiel Deutschland gegen Ungarn am 19. Juni 2024 sank der Wasserverbrauch auf 52 m³/min, aber nach dem Schlusspfiff zur Pause? Ein sprunghafter Anstieg auf 111 m³/min – mehr als das Doppelte! Das ist schon eine ganz schöne Hausnummer, oder?

Die SWE hat sich bestens vorbereitet. Das Technische Informationszentrum (TIZ) überwacht den Wasserbedarf kontinuierlich, sodass frisches Wasser für alle Bürger in Essen rund um die Uhr gewährleistet ist. Sicherheit geht vor, daher erfolgen regelmäßige Proben an etwa 80 Stellen im Stadtgebiet, um die Qualität des Wassers sicherzustellen. Schließlich sind die Stadtwerke Essen AG seit 1867 ein kommunales Versorgungsunternehmen und kümmern sich nicht nur um Trinkwasser, sondern auch um Erdgas, Ökostrom und Heizwärme. Die beeindruckende Länge der Versorgungsnetze beträgt insgesamt 3.230 Kilometer, während das Abwassernetz sich auf 1.650 Kilometer erstreckt. Das sind riesige Dimensionen! Und das alles wird von rund 860 Mitarbeitenden am Laufen gehalten.

Wasserbedarf während der Spiele

Ein Blick über die Grenzen nach Münster zeigt, dass auch dort die Vorbereitungen auf erhöhte Wasserbedarfe bei großen Sportereignissen nicht ausbleiben. Während des Eröffnungsspiels der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Schottland am Freitag stieg der Wasserbedarf im münsterischen Trinkwassernetz von rund 1500 Kubikmetern um 21:50 Uhr auf über 2500 Kubikmeter um 21:55 Uhr pro Stunde. Das zeigt, wie viele Zuschauer in der Halbzeitpause die Gelegenheit nutzen, um sich frisch zu machen. Nach der Halbzeit fiel der Bedarf wieder unter 1500 Kubikmeter – das ist ein echter Kreislauf! Am Ende des Spiels gab es zwar auch einen Anstieg, jedoch nicht so stark wie zur Halbzeit. Entsprechend intervenierten die Mitarbeitenden der Verbundleitstelle, um den Druck im Versorgungsnetz zu regulieren. Eine Viertelstunde nach dem Spiel wurde der Druck wieder runtergefahren, um die Trinkwasserrohre zu schonen. Man muss ja auf alles vorbereitet sein.

Diese besonderen Ereignisse beeinflussen das normale Verbrauchsverhalten enorm. Ob EM oder WM, die Fans sind einfach nicht zu bremsen, und das Wasser fließt – in jeder Hinsicht. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Stadtwerke auf solche Situationen reagieren und sicherstellen, dass immer genug Wasser zur Verfügung steht. Vielleicht denkt man beim nächsten Mal beim Anpfiff nicht nur an die spannende Partie auf dem Rasen, sondern auch an die kleinen, aber feinen Details, die im Hintergrund ablaufen, um das Spiel für alle so angenehm wie möglich zu gestalten.