Bürger gestalten Nahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis aktiv mit
Im Ennepe-Ruhr-Kreis tut sich was im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs! Der Nahverkehrsplan, der schon seit 2016 auf dem Tisch liegt, soll überarbeitet werden. Und das Beste daran? Die Bürgerinnen und Bürger werden aktiv in den Prozess einbezogen! Das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich sind es die Pendler und Fahrgäste, die am besten wissen, wo der Schuh drückt.
Die Rückmeldungen der ersten Bürger zeigen, dass viele beim Umstieg von der S3 auf andere Linien wie 332 oder SB37 ganz schön ins Schwitzen geraten. Das klingt nach einer sportlichen Herausforderung, oder? Und wenn die Bahn verspätet ist, bleibt man oft gezwungen in Hattingen Mitte zu verweilen – nicht gerade ideal! Außerdem gibt es zwischen Wetter und Sprockhövel noch immer keine direkte Busverbindung. Das sind nur einige der Themen, die angesprochen werden – von fehlenden Buslinien über Taktungen bis hin zu Barrierefreiheit und Haltestellen. Und wie es aussieht, wollen viele dazu endlich mal ihre Stimme erheben.
Öffentliche Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung
Am kommenden Montag, dem 8. Juni, findet die erste Live-Veranstaltung von 17 bis 19 Uhr im Veranstaltungszentrum Rathaus 2 in Wetter/Ruhr statt. Wer nicht warten kann, hat auch die Möglichkeit, seine Anregungen bereits online einzubringen – ab dem 15. Juni wird das Portal nvp-en-kreis.mitmachen.app freigeschaltet. Die zweite Veranstaltung, die ebenfalls offen für alle ist, findet am Donnerstag, dem 11. Juni, im Schwelmer Kreishaus, Hauptstraße 92, statt. Die Anmeldung dafür ist nicht erforderlich! Einfach vorbeikommen und mitdiskutieren.
Diese Veranstaltungen bieten eine tolle Gelegenheit, um über Erreichbarkeit, Fahrpläne und Anschlüsse zu sprechen. Was könnte besser sein, als die eigene Erfahrung einzubringen? Die Rückmeldungen fließen dann direkt in die Fortschreibung des Nahverkehrsplans ein, was bedeutet, dass jeder Beitrag zählt. Und das Ziel? Klar! Es geht um die Verbesserung der zukünftigen Gestaltung des ÖPNV im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Was steckt hinter der Überarbeitung?
Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, warum das Ganze so wichtig ist: Der Nahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis umfasst 116 Buslinien, vier Bedarfslinien und drei Straßenbahnlinien, die jährlich fast 10 Millionen Kilometer zurücklegen. Ergänzt wird das Angebot durch zwölf Linien des Schienenpersonennahverkehrs im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Da kann man sich leicht vorstellen, wie viele Menschen täglich auf diese Verkehrsmittel angewiesen sind. Die Überarbeitung des Nahverkehrsplans ist daher nicht nur eine bürokratische Maßnahme, sondern ein echter Schritt in Richtung Verbesserung und Nachhaltigkeit.
Im Kontext der Mobilitätsplanung wird auch die Integration von politischen Vorgaben und nachhaltigen urbanen Mobilitätsplänen (SUMPs) immer wichtiger. Es gilt, Versorgungslücken und unterversorgte Gebiete zu erkennen. Die Nutzung von Erreichbarkeitsanalysen hilft dabei, die Qualität, Effizienz und Resilienz des Nahverkehrs zu bewerten. Strategien zur Optimierung und der Ausbau von Liniennetzen sind unerlässlich, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Letztendlich ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um eine zukunftsfähige Mobilität im Ennepe-Ruhr-Kreis zu gewährleisten.
Egal, ob man regelmäßig zur Arbeit pendelt, die Kinder zur Schule bringt oder einfach nur einen Ausflug plant – jeder hat etwas beizutragen. Packen wir’s an!
