Die Jüdischen Kulturtage in Oberhausen stehen vor der Tür und versprechen, ein ganz besonderes Erlebnis zu werden! Vom 5. Juni bis zum 1. Juli 2026 wird die Stadt im Zeichen jüdischer Kultur stehen, organisiert vom Arbeitskreis „Antisemitismuskritische Arbeit in Bildung und Kultur“ und gefördert von der Stadt Oberhausen selbst. Kulturdezernent Apostolos Tsalastras beschreibt das Programm als ein „eindrucksvolles Panorama künstlerischer Ausdrucksformen“. So vielversprechend das klingt, es gibt noch viele spannende Details zu entdecken!
Für alle, die mehr über die Geschichte und das Erbe der jüdischen Gemeinschaft erfahren möchten, gibt es einen historischen Rundgang zum ehemaligen jüdischen Leben in Holten. Dieser findet am 5. Juni 2026, von 12 bis 13.30 Uhr, am Holtener Marktplatz statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro, und eine Anmeldung ist erforderlich. Wer auf der Suche nach musikalischen Klängen ist, sollte sich das Konzert der Amsterdam Klezmer Band merken, das am 9. Juni 2026 um 19 Uhr im Theater Oberhausen stattfindet. Die Karten sind kostenlos und können sowohl an der Theaterkasse als auch online erworben werden.
Ein buntes Programm für alle Sinne
Das Angebot der Kulturtage ist vielfältig und reicht von Lesungen bis hin zu Konzerten. Am 11. Juni wird die konzertante Lesung „Sag, dass Jerusalem ist“ um 18 Uhr im Zentrum Altenberg stattfinden. Der Eintritt ist frei, und eine Anmeldung ist nicht nötig – ideal für Spontane! Am nächsten Tag, dem 12. Juni, gibt es ein weiteres Highlight: Arno Frank wird um 19 Uhr im Gdanska aus seinem Buch „Ginsterburg“ lesen. Hier kostet der Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Und als ob das nicht genug wäre, erwarten uns am 17. Juni um 18 Uhr in der Gemeinde „Perusch“ auch noch die Aktion „Abrahams Zelt“. Eine Anmeldung ist hier ebenfalls erforderlich.
Ein weiteres spannendes Event ist der Vortrag „Maloche, Maloche, Maloche“ am 24. Juni um 19 Uhr im „Kitev – Kultur im Turm“. Der Eintritt ist frei und auch hier ist keine Anmeldung notwendig. Es lohnt sich auf jeden Fall, den 25. Juni im Kalender zu markieren. An diesem Tag gibt es gleich mehrere interessante Veranstaltungen: Eine Besichtigung der Jüdischen Gemeinde und Synagoge in Duisburg von 10.15 bis 14 Uhr sowie ein Konzert der „Jewish Monkeys“ um 19 Uhr im Zentrum Altenberg. Der Besuch der Gemeinde ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, und Männer brauchen einen Ausweis und eine Kopfbedeckung.
Jüdisches Leben und Antisemitismus im Fokus
Am 26. Juni um 18 Uhr findet ein öffentlicher Schabbat in der Gemeinde „Perusch“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Wer dann noch Lust hat, kann am 1. Juli um 18 Uhr bei der „Jam Session meets Perusch“ am Museumsbahnsteig am Hauptbahnhof vorbeischauen – auch hier ist der Eintritt frei und eine Anmeldung nicht notwendig. Die Jüdischen Kulturtage bieten also für jeden etwas, sei es Musik, Literatur oder Geschichte.
In einem breiteren gesellschaftlichen Kontext ist es wichtig, die Rolle und Wahrnehmung von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland zu reflektieren. Der Vorfall um Gil Ofarim und die anschließende Diskussion über Antisemitismus zeigen, dass es noch viel zu tun gibt. Die Darstellung von Juden in den Medien wird oft als problematisch angesehen. Regisseur Arkadij Khaet thematisiert in seinen Arbeiten die mediale Wahrnehmung und die Klischees, die mit jüdischem Leben verbunden sind. Er weist darauf hin, dass jüdische Figuren in deutschen Medien oft auf ihren Opferstatus reduziert werden, während in anderen Ländern eine differenziertere Sichtweise möglich ist.
So gesehen, sind die Jüdischen Kulturtage nicht nur ein Fest der Kultur, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, um über das Zusammenleben und die Herausforderungen nachzudenken, die jüdisches Leben in Deutschland heute prägen. In diesem Sinne ist Oberhausen im Juni und Juli 2026 der Ort, an dem wir gemeinsam lachen, lernen und die Vielfalt jüdischer Kultur feiern können!