Heute ist der 20.05.2026, und die Luft in Borken vibriert vor Aufregung. Liza Kastrup, die talentierte Diagonalangreiferin der Skurios Volleys, bleibt auch in der Saison 2026/27 ein Teil des Teams. Ein Grund zur Freude! Die offizielle Verabschiedung nach dem letzten Heimspiel der Saison steht an, gefolgt von spannenden Gesprächen über eine Vertragsverlängerung. Ein Schritt, der für alle Beteiligten von Bedeutung ist.
Mit 1,87 Metern bringt Liza nicht nur eine beeindruckende Körpergröße mit, sondern auch jede Menge Erfahrung. Im Alter von 26 Jahren hat sie bereits eine bunte Karriere hinter sich. Zuvor spielte sie für Nea Salamina Famagusta in Zypern, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. Ihre Volleyball-Wurzeln hat sie beim USC Münster, wo sie in der Jugend ihre ersten Schritte im Sport machte und bis zur Saison 2020/21 aktiv war. Danach sammelte sie zwei Jahre Erstliga-Erfahrung beim VC Wiesbaden, bevor es sie nach Portugal zog. In Borken hat sie sich zunächst schwergetan, aber die Mühe hat sich gelohnt. Sie entwickelte sich zu einer unverzichtbaren Spielerin im Team.
Statistiken, die beeindrucken
In der Hauptrunde der letzten Saison erzielte sie stolze 102 Angriffspunkte und gehörte damit zu den besten Spielerinnen ihrer Position in der Liga. Ihre herausragenden Leistungen blieben nicht unbemerkt: Sie erhielt die silberne MVP-Medaille nach einem Heimspiel gegen SSC Palmberg Schwerin sowie nach einem Pokalspiel gegen VfB Suhl LOTTO Thüringen. Das sind nicht nur Auszeichnungen, das sind Beweise für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Professionalität. Kira Walkenhorst, Co-Trainerin der Volleys, lobt Kastrups Entwicklung und hebt ihre professionelle Einstellung hervor – und das will was heißen.
Natürlich ist Kastrups Leben nicht nur vom Volleyball geprägt. Neben ihrem sportlichen Engagement studiert sie Lehramt an der Universität Münster. Ein volles Programm, das sie mit Bravour meistert. Sie selbst hat sich positiv über die Unterstützung der Fans und die Zusammenarbeit mit Walkenhorst geäußert. Diese Gemeinschaft, dieser Teamgeist, der sich in Borken entfaltet hat, ist etwas Besonderes.
Volleyball im Aufschwung
Volleyball ist mehr als nur ein Sport – es ist eine Leidenschaft, die in Deutschland immer mehr Menschen begeistert. 2024 zählte der Deutsche Volleyball-Verband rund 436.000 Mitglieder, und der Zuwachs von über 26.000 neuen Mitgliedern zeigt, dass das Interesse an diesem Mannschaftssport wächst. Besonders bemerkenswert ist, dass Volleyball die einzige Mannschaftssportart in Deutschland ist, bei der es mehr weibliche als männliche Mitglieder gibt. Das spricht für die Attraktivität des Sports, die auch in den Schulen und Freizeitaktivitäten deutlich wird.
Wenn wir einen Blick auf die Zahlen werfen, sehen wir, dass die Volleyball-Bundesliga der Frauen in der Saison 2023/24 einen Zuschauerschnitt von 1.623 pro Spiel verzeichnete. Das ist ein klarer Indikator für die Beliebtheit des Sports. Auch die Beach-Volleyball-Szene boomt, die deutsche Beach-Volleyball-Tour umfasste 2024 gleich 21 Turniere. In einem Land mit über 300 zertifizierten Volleyball-Leistungszentren und mehr als 8.100 Volleyballvereinen wird deutlich, wie tief verwurzelt dieser Sport in der deutschen Sportlandschaft ist.
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bei der Volleyball-Europameisterschaft 2023 den 6. Platz erreicht und die Männer haben sich 2024 erstmals seit 2012 wieder für die Olympischen Spiele qualifiziert. Das sind Erfolge, die die Volleyball-Community zusammenschweißen und motivieren.
Die kommenden Herausforderungen und die Freude auf die neue Saison sind für Liza Kastrup und die Skurios Volleys mehr als nur eine sportliche Angelegenheit. Es ist ein Zusammenspiel von Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist – und genau das macht den Volleyball so besonders.