In der Region Borken wird ein bedeutendes Projekt zur klimafreundlichen Transformation von Gewerbegebieten ins Leben gerufen. Das münsterlandweite Vorhaben „Energieverbünde“ wird von verschiedenen wirtschaftlichen Akteuren getragen, darunter die gfw Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH, die Wirtschaftsförderung Münster GmbH, die wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld sowie die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH. Auch die FH Münster und RIZM Energy sind Teil dieses innovativen Projekts, das mit einem Budget von 1,5 Millionen Euro ausgestattet ist. Gefördert wird es durch das EFRE/JTF-Programm NRW und kofinanziert von der EU.

Das Hauptziel des Projekts ist die Einführung kooperativer Energiesysteme, die die klimafreundliche Transformation der Gewerbegebiete unterstützen sollen. An insgesamt zehn Standorten im Münsterland wird es Unternehmen ermöglicht, ihren Energiebedarf abzustimmen und gemeinsam Erzeugungsanlagen, Speicher und Leitungen zu nutzen. Die Wirtschaftsförderung Münster übernimmt die federführende Koordination des Projekts, das den Namen „Regionale Netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten“ (ReNET-EV) trägt. In der ersten Phase werden die Energiedaten von 23 assoziierten Partnerbetrieben erhoben, die unter anderem aus dem Kreis Borken stammen. Hierzu zählen Gewerbegebiete wie Gronau Ost und I-Park Bocholt sowie Unternehmen wie Sinnack, Pergan, Urenco und Brocolor, zusammen mit den lokalen Stadtwerken und Kommunen.

Digitale Zwillinge und innovative Anreizsysteme

Ein zentrales Element des Projekts sind digitale Zwillinge, die modelliert werden, um die Energiebedürfnisse und Infrastrukturen der beteiligten Unternehmen zu analysieren. Darüber hinaus wird an der Entwicklung kooperativer Anreiz- und Betreiberstrukturen gearbeitet, die eine optimale Verteilung des Investitionsaufwands ermöglichen und die Förderung erneuerbarer Energien unterstützen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken ist aktiv auf der Suche nach weiteren interessierten Unternehmen, die sich diesem zukunftsweisenden Ansatz anschließen möchten. Interessierte können sich direkt an Renate Warmers unter warmers@wfg-borken.de wenden.

Erneuerbare Energien im Aufwind

Das Projekt „Energieverbünde“ fügt sich nahtlos in den Trend ein, den die erneuerbaren Energien in Deutschland derzeit erleben. Prognosen zufolge wird der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien bis 2025 auf etwa 209,8 TWh ansteigen. Dies bedeutet einen Zuwachs in der Biomassenutzung für Heizzwecke um 6% und eine beeindruckende Steigerung der Nutzung von Wärmepumpen um 18%. Zudem wird der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte voraussichtlich auf 19,0% steigen.

Im Verkehrssektor wird ein Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien auf 8,0% erwartet, was durch den verstärkten Einsatz von Bioraffstoffen und erneuerbarem Strom in der Elektromobilität begünstigt wird. Die Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien wird bis 2025 auf etwa 265 Millionen Tonnen geschätzt, was den entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland unterstreicht. Investitionen in erneuerbare Energien werden bis 2025 auf 37,6 Milliarden Euro ansteigen, was die Bedeutung dieses Sektors für die Wirtschaft und die Umwelt verdeutlicht.

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Mit dem Projekt „Energieverbünde“ setzt die Region Borken einen weiteren Schritt in Richtung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft. Unternehmen, die sich diesem innovativen Ansatz anschließen, tragen nicht nur zur eigenen Wettbewerbsfähigkeit bei, sondern auch zur Erreichung der Klimaziele auf regionaler und nationaler Ebene.