Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür, und die Vorfreude ist förmlich greifbar. Doch während sich die Fans auf das letzte Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador am 25. Juni in East Rutherford, New Jersey, vorbereiten, gibt es eine Sache, die die Stimmung etwas trübt: die hohen Transportkosten. Um dem entgegenzuwirken, haben die deutschen Fußball-Nationalspieler eine geniale Initiative ins Leben gerufen. Sie organisieren kostenlosen Transport für 600 Fans! Kapitän Joshua Kimmich und seine Mitspieler übernehmen die Kosten für die Busse von New York zur Arena. Das ist ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen die Preise für öffentliche Verkehrsmittel während des Turniers astronomisch steigen.
Um ein Gratis-Ticket für die Busfahrt zu ergattern, müssen die Fans Mitglied des Fan-Clubs Nationalmannschaft sein. Sollte die Nachfrage größer sein als das Angebot, werden die Plätze per Los vergeben. Eine faire Lösung, um vielen treuen Anhängern die Teilnahme zu ermöglichen. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die überhöhten Preise im öffentlichen Verkehr, die während der WM anfallen. NJ Transit hat zwar die Preise für die Fahrten zwischen New York und East Rutherford nach Kritik gesenkt – die Kosten bleiben jedoch weiterhin höher als zu Zeiten vor und nach dem Turnier. Sondertickets kosten nun immerhin 98 Dollar für Hin- und Rückfahrt, das sind fast 90 Euro! Im Vergleich dazu liegt der reguläre Preis für die Strecke bei gerade einmal 12,90 Dollar. Das ist schon ein ganz schöner Sprung, um es mal freundlich zu sagen.
Preisdiskussion und Empörung unter Fans
Und das ist noch nicht alles. In Boston berichten die Medien von Preisen, die ebenfalls die Decke durchbrechen: 95 US-Dollar für eine Busfahrt und 80 US-Dollar für die Bahn. Um das Ganze noch zu toppen, zahlt jeder – ob Kind oder Rentner – den vollen Preis von 150 Dollar für die Zugfahrt von Manhattan zum MetLife Stadium. Das sorgt natürlich für große Empörung unter den europäischen Fans. Thomas Concannon, der Chef der Football Supporters‘ Association, hat sich lautstark geäußert und die Preise als astronomisch kritisiert. Viele Fans fühlen sich durch diese hohen Kosten regelrecht unwillkommen. Das kann man schon nachvollziehen!
Die FIFA ist sich der Problematik durchaus bewusst und bezeichnet die Preise als “überhöht”. Doch auf Forderungen aus der US-Politik, die Transportkosten zu übernehmen, reagierte der Fußball-Weltverband mit einem klaren „Nein“. Die FIFA betont, dass es keine Verpflichtung für die Veranstalter gibt, den Fantransport zu finanzieren. Ursprünglich sahen die Host-City-Vereinbarungen von 2018 kostenlosen Transport für die Fans vor, doch diese Regelung wurde offensichtlich angepasst. Die finanzielle Belastung, die bei einem solchen Großereignis auf die Fans zukommt, ist enorm und wird oft unterschätzt. Ein bisschen mehr Rücksichtnahme wäre da schon wünschenswert.
Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Mexiko und Kanada statt. Millionen von Fans werden erwartet, und die wirtschaftlichen Auswirkungen werden nicht zu unterschätzen sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen der FIFA und der umliegenden Städte in Zukunft vielleicht etwas mehr um die Bedürfnisse der Fans kümmern. Schließlich sind es die Fans, die die Stimmung in den Stadien anheizen und die Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Vielleicht wird ja die nächste WM ein bisschen fanfreundlicher – wir können nur hoffen!