Die Vorfreude auf die Fußball-WM 2026 wächst, und das nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Aachener Gastronomen. Doch während sich die ersten Pläne für Public Viewing in den Kneipen und Bars formen, gibt es einiges zu beachten. Denn die Lizenzregeln sind strenger als man denkt. Die Deutsche Telekom hat sich die Rechte an allen 104 Spielen gesichert, während die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF nur etwa 60 Partien im Free-TV übertragen. Für Gastronomen bedeutet das, dass sie beim Einschalten der ARD oder ZDF in ihren Betrieben gegen das Lizenzrecht verstoßen – und das kann ganz schön teuer werden. Wer auf die falsche Karte setzt, riskiert Bußgelder von bis zu 250.000 Euro.

Wer in der Gastronomie mitmischen möchte, muss sich also gut vorbereiten. Ein Sky-Gastro-Pass kostet 299 Euro und verschafft den Zugang zu den WM-Spielen. Wenn man bereits ein Sky-Business-Abo hat, gibt es die WM-Kanäle von MagentaTV automatisch und ohne zusätzliche Kosten. Das klingt nach einer Menge Papierkram, aber auch nach einer echten Chance, die Fußballbegeisterung in den eigenen vier Wänden aufleben zu lassen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Doch damit nicht genug! Auch die GEMA möchte beim Public Viewing mitmischen. Eine GEMA-Lizenz ist erforderlich – selbst wenn man keinen Eintritt verlangt. Die Kosten dafür liegen bei etwa 30 Euro für Fernseher bis 106 cm, und höhere Gebühren sind fällig, wenn man Großbildleinwände aufstellen möchte. Die Anmeldung erfolgt über das offizielle Portal, und das sollte man nicht auf die lange Bank schieben – denn Bußgelder bis zu 5.000 Euro können drohen, wenn man es versäumt, die Lizenz rechtzeitig zu beantragen.

Hinzu kommt, dass die kommunalen Behörden entscheiden, ob man nach 22 Uhr noch Public Viewing veranstalten kann. Hier ist frühzeitiges Handeln gefragt: Gastronomen sollten unbedingt mit ihren Gemeindeverwaltungen sprechen und gegebenenfalls Sondergenehmigungen beantragen. Die Vorfreude auf das erste Spiel der DFB-Elf am 14. Juni 2026 gegen Curaçao im NRG Stadium Houston könnte also schnell in die Sorge um Genehmigungen umschlagen.

Technische Anforderungen und Planung

Die technischen Anforderungen sind nicht zu vernachlässigen. Ein hochwertiger Beamer oder große LED-Screens sind unbedingt notwendig, um die Spiele in angemessener Qualität zu übertragen. Und auch die Akustik sollte stimmen – eine PA-Anlage oder mehrere Lautsprecher sorgen dafür, dass die leidenschaftlichen Rufe der Fans nicht im Hintergrund verschwinden. Ein Blick auf die Sitzordnung und die Personalplanung ist ebenfalls ratsam, denn bei erhöhtem Besucheraufkommen sollte man mindestens 30% mehr Personal einplanen.

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Die Kosten für Public Viewing können ganz schön ins Geld gehen. Von GEMA-Gebühren über Rundfunkbeiträge bis hin zu Technik-Updates – das summiert sich schnell auf mehrere Tausend Euro. Da sollte man sich gut überlegen, wie man die Veranstaltung aufzieht. Werbung auf Social Media und Kooperationen mit lokalen Vereinen könnten helfen, die Kosten etwas zu decken.

Eine neue Art des Feierns

Die WM 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, bietet den Gastronomiebetrieben in Aachen und anderswo eine große Chance, Umsatz zu generieren. Doch die Vorbereitungen erfordern Fingerspitzengefühl. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Spiele aufgrund der Zeitverschiebung erst ab 23 Uhr oder später in Deutschland beginnen. Das könnte zusätzliche Sondergenehmigungen für verlängerte Öffnungszeiten nach sich ziehen.

Die Vorfreude auf die Spiele ist ungebrochen, aber die Planung muss stimmen. Die Gastronomen sollten sich rechtzeitig um alle notwendigen Lizenzen und Genehmigungen kümmern, um den Fans ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Wenn alles klappt, kann man sich auf ein aufregendes Turnier freuen, das die Menschen zusammenbringt – in den Bars, Kneipen und Restaurants der Stadt. Und wer weiß, vielleicht wird Aachen auch zum neuen Fußball-Hotspot während der WM 2026.

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