Das traurige Märchen vom abgesagten Freizeitland in Wolfenbüttel
Es ist ein bisschen wie ein trauriges Märchen, das sich in Wolfenbüttel entfaltet. Das Frank Safari Freizeitland, ein mobiler Freizeitpark, der von der Familie Frank über fast 50 Jahre hinweg betrieben wird, sollte vom 12. Juni bis 5. Juli 2026 die Stadt bereichern. Mit Hüpfburgen, Rutschen, einem Dino-Parcours und spritzigen Wasserattraktionen hätte es sicher für jede Menge Spaß gesorgt. Doch jetzt – ein paar Tage nach dem geplanten Start – hört man nur das Echo der Absage.
In einem öffentlichen Brief erklärten die Frank’s, dass sie aufgrund „unüberwindbarer Hürden“ nicht nach Wolfenbüttel kommen können. Hierbei geht es vor allem um fehlende Flächen und Genehmigungen. Ein echtes Dilemma, das die Stadt und die Familie in eine unglückliche Zwickmühle bringt. Laut der Familie habe die Stadt in den letzten Jahren keinen Raum zur Verfügung gestellt, was die Vorwürfe umso schwerer wiegen. Sie behaupten sogar, dass die Stadtverwaltung Einfluss auf Grundstückseigentümer ausübt, um ihren Besuch zu verhindern. Ein schwerer Vorwurf, den die Stadt scharf zurückweist und betont, dass sie sich nicht in private Pachtverhältnisse einmischt.
Genehmigungen und ihre Tücken
Die Stadt Wolfenbüttel hat sich auf einen Beschluss aus dem Jahr 2018 berufen, der auf wiederholte Verstöße gegen Genehmigungsauflagen zurückgeht. Diese Ablehnung hat für viel Unmut gesorgt, nicht nur bei den Frank’s, sondern auch bei den potenziellen Besuchern, die sich auf das Freizeitland gefreut hatten. Bei der Stadt heißt es, dass einige angefragte Flächen aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Das wirft Fragen auf – wie wichtig sind solche Regelungen für die Stadt? Und wie viel Raum ist tatsächlich für Freizeitangebote vorhanden?
Es ist kein Geheimnis, dass Genehmigungen für Veranstaltungen ein heikles Thema sind. Je nach Art der Veranstaltung müssen sie von verschiedenen Behörden eingeholt werden, und die Anforderungen können sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Gerade in Wolfenbüttel scheint das ein großes Problem zu sein. Wenn eine Veranstaltung öffentlich ist oder eine private Veranstaltung die Öffentlichkeit beeinträchtigt, sind Genehmigungen unabdingbar. Das bedeutet, dass Veranstalter oft in einem Dschungel aus Vorschriften und Auflagen navigieren müssen, um überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Ein Schatten auf der Stadt
Für die Stadt Wolfenbüttel könnte die ganze Situation noch ein Nachspiel haben. Sie prüft derzeit, ob eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Vorwürfe von Gino Frank eingeleitet wird, da diese dem Ruf der Stadt schaden könnten. Gino selbst äußert, dass sich die Familie in Wolfenbüttel zuhause fühlt und hält die Vorwürfe der Stadt für haltlos. Es ist irgendwie tragisch, dass aus einem geplanten Fest der Freude ein solcher Konflikt erwachsen konnte, der die Gemüter erhitzt und die Vorfreude auf das Safari Freizeitland in einen Schatten verwandelt hat.
Die Absage ist endgültig, und es bleibt abzuwarten, ob sich die Rahmenbedingungen für zukünftige Veranstaltungen in Wolfenbüttel ändern. Für die Familie Frank ist es ein herber Rückschlag, und für die Stadt – nun ja, sie wird sich wohl überlegen müssen, wie sie in Zukunft mit solchen Anfragen umgeht. Denn so ganz einfach ist die Sache mit den Genehmigungen, das hat dieser Vorfall mehr als deutlich gezeigt.
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