In Wittmund tut sich was! Die Kirchengemeinde St. Nicolai hat ein aufregendes Projekt namens „Kirche bewegt“ ins Leben gerufen. Was sich dahinter verbirgt? Eine gespendete Rikscha, die älteren Menschen in der Gemeinde helfen soll, wieder richtig mobil zu werden. Das ist doch mal eine tolle Sache!

Die Rikscha wurde von Dr. Frank Ahlvers gespendet, einem Mann mit einem großen Herzen. Ursprünglich hatte er sie für Ausfahrten mit seinen Eltern und Schwiegereltern gekauft. Doch dann kam ihm eine brillante Idee aus den Niederlanden in den Sinn, und er stellte sie dem Kirchenvorstand vor. Pastor Matthias Tolsdorf hat sich sofort bereit erklärt, das Projekt zu koordinieren. Und so sind rund zwölf Fahrerinnen und Fahrer mittlerweile im Einsatz, um die älteren Mitglieder der Gemeinde zu unterstützen.

Ein neuer Weg der Mobilität

Was macht die Rikscha so besonders? Sie ist nicht nur mit einem Elektroantrieb ausgestattet, sondern bietet auch eine Anfahrhilfe und ist barrierearm. Das bedeutet, dass die Nutzung für alle Beteiligten angenehm und unkompliziert ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Ob zur Abholung von Gemeindemitgliedern für den Gottesdienst, für entspannte Fahrten ins Grüne oder Besuche an Orten, die lange nicht mehr gesehen wurden – die Rikscha bietet zahlreiche Gelegenheiten für schöne Erlebnisse.

Die erste Fahrt zu einem Gottesdienst hat Dr. Ahlvers höchstpersönlich durchgeführt. Das Strahlen in den Gesichtern der Fahrgäste war unbezahlbar. Es geht hierbei nicht nur um Mobilität, sondern auch um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Schaffung neuer sozialer Verbindungen. Und genau das ist das Herzstück dieses Projekts: Menschen wieder zusammenzubringen.

Ehrenamtliche gesucht!

In Winsen, einer weiteren Stadt, die ebenfalls ein Rikscha-Projekt gestartet hat, wird im April 2026 ein Pilotkurs für Ehrenamtliche angeboten. Ziel ist es, besonders Seniorinnen und Senioren mit körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen neue Begegnungen und schöne Momente zu ermöglichen. Die Rikscha soll Ausflüge und Rundfahrten klimaneutral ermöglichen und die Lebensqualität der Beteiligten verbessern.

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Julia Meinel, Leiterin des Familienbüros in Winsen, hebt die Bedeutung der Rikscha für Begegnungen und gemeinsame Zeit hervor. Das Projekt wird durch Fördermittel der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt und ist Teil eines größeren Gesamtkonzepts, das unter anderem Vorlese- und Besuchsdienste sowie regelmäßige Gesprächsangebote umfasst. Hier wird ganz klar die Einsamkeit angegangen und neue Verbindungen geschaffen. Und das ist nicht nur ehrenwert, sondern auch dringend notwendig!

Für alle, die sich für das Rikscha-Projekt in Wittmund interessieren, ist der Kontakt zum Kirchenbüro der St.-Nicolai-Gemeinde oder direkt zu Pastor Tolsdorf der erste Schritt. Die Gemeinde freut sich über jeden, der mithelfen möchte, diesen schönen Gedanken weiterzutragen. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, um auch selbst neue Bekanntschaften zu schließen oder einfach etwas Gutes zu tun. Die Rikscha ist bereit – und jetzt liegt es an uns, sie ins Rollen zu bringen!

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