Heute ist der 15.07.2026. Leider müssen wir von einer Legende des deutschen Fußballs Abschied nehmen. Manfred Manglitz, der ehemalige Nationaltorwart, ist im stolzen Alter von 86 Jahren verstorben. Der MSV Duisburg, sein ehemaliger Verein, gab diese traurige Nachricht unter Berufung auf die Familie bekannt. Manglitz, ein Kölner durch und durch, lebte seit vielen Jahren in Spanien, wo er seinen Lebensabend verbrachte.

Geboren am 8. März 1940, war Manglitz nicht nur ein talentierter Torwart, sondern auch ein echtes Original. Mit einer beeindruckenden Größe von 190 cm war er eine wahre Wand im Tor. In seiner Karriere absolvierte er insgesamt vier Länderspiele für die DFB-Auswahl und war Teil der Mannschaft, die 1970 in Mexiko den dritten Platz belegte. Dort wurde er sogar mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. So viel Ruhm, und dennoch blieb er bescheiden und geerdet.

Der Weg zum Ruhm

Seine Karriere begann beim SC West Köln, bevor er 1961 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Dort feierte er seinen ersten großen Erfolg mit dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga West. Nach zwei Jahren in Leverkusen wechselte er 1963 zum MSV Duisburg, wo er in 192 Spielen als Torwart glänzte – und das sogar mit einem Tor, das er 1967 per Elfmeter erzielte. Ein Torwart, der ein Tor erzielt? Das war damals wirklich etwas Besonderes!

In der Bundesliga spielte Manglitz für den MSV Duisburg und den 1. FC Köln, wo er insgesamt 257 Spiele absolvierte. Er war Teil des Duisburger Teams, das 1964 Vizemeister wurde und erreichte 1966 das DFB-Pokal-Finale. Später stand er 1970 und 1971 mit dem 1. FC Köln erneut im DFB-Pokal-Finale, aber das Glück war ihm nicht hold.

Ein Leben voller Höhen und Tiefen

Ein dunkler Schatten fiel 1971 über seine Karriere, als Manglitz in den Bundesliga-Bestechungsskandal verwickelt wurde. Zunächst wurde ihm eine lebenslange Sperre auferlegt, die später zum Glück aufgehoben wurde. Nach seiner Begnadigung kehrte er 1974 wieder auf das Spielfeld zurück. Inmitten all dieser Turbulenzen eröffnete er um 1975 ein Restaurant in Spanien, was ihm sicherlich ein neues Kapitel in seinem Leben eröffnete.

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Sein Spitzname „Cassius“ war eine Hommage an den Boxer Muhammad Ali, was seine beeindruckende Persönlichkeit noch unterstrich. Manglitz war nicht nur ein Torwart, sondern auch ein Charakter, der die Fußballwelt geprägt hat.

Seine Frau Irma Esch und die Erinnerungen an seine Zeit im Fußball werden immer einen besonderen Platz in den Herzen der Fans und seiner Familie einnehmen. Ein Leben, das voller Leidenschaft und Kampfgeist war, ist nun zu Ende gegangen. Doch die Erinnerungen an seine großartigen Leistungen werden weiterleben.

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