In der Grundschule Seefeld-Schwei wird neuer Wind in die Klassenzimmer gebracht. Im Rahmen des Projekts „Digitale Klassenräume“ der JadeBay lernen die Kinder der zweiten bis vierten Klasse nicht nur die Grundlagen des Programmierens, sondern entwickeln auch ihre eigenen Spiele. Unter der Anleitung von Digital Coaches wie Martina Schröder, Lina Schnieders, Helena Stuhaan und Lukas Pruin tauchen die Schüler in die digitale Welt ein. Ziel ist es, die Kinder für Technik zu sensibilisieren und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

In Workshops, die sich auf die App „ScratchJr“ und eine blockbasierte Programmiersprache konzentrieren, arbeiten die Kinder in Zweierteams an ihren Projekten. Ein Highlight ist das Spiel „Müllwettrennen“, das sie selbst programmieren. Tablets dienen dabei als kreatives Werkzeug, um Teamarbeit, Problemlösefähigkeiten und Kreativität zu fördern. Die positive Resonanz von Lehrerin Rayka Blohm und den Schülern zeigt, dass die Workshops gut ankommen. Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Ansatzes, der seit November 2025 kostenfreie Workshops in Schulen in der Wesermarsch, Friesland, Wittmund und Wilhelmshaven anbietet.

Ein Blick in die digitale Zukunft

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, ein modernes Lernumfeld zu schaffen und digitale Kompetenzen zu vermitteln, einschließlich Themen wie Programmieren, Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Kunst. Die Grundschule Seefeld-Schwei ist dabei die erste Schule, die diese Workshops durchführt. Ein weiterer Schritt in Richtung digitaler Bildung könnte ein geplanter „KI-Führerschein“ für die vierte Klasse sein. Solche Initiativen sind besonders wichtig, denn die Digitalisierung an Schulen in Deutschland schreitet voran, auch wenn es noch zahlreiche Herausforderungen gibt.

Laut der ICILS-Studie haben sich die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland verschlechtert, trotz verbesserter technischer Ausstattung und Investitionen aus dem Digitalpakt. Auch wenn die Schulen inzwischen besser mit Internet und Lernplattformen ausgestattet sind, gibt es weiterhin große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während Baden-Württemberg, Bremen und Bayern im Bundesländerranking gut abschneiden, kämpfen viele andere Regionen mit Bildungsungleichheiten und der Notwendigkeit, mehr Fachpersonal für digitale Bildung einzustellen. Knapp 80% der Schulleitungen halten spezialisierte Lehrkräfte für essenziell.

Ein aufmerksames Auge auf digitale Bildung

Die Diskussionen rund um Handyverbote an Schulen verdeutlichen die negativen Begleiterscheinungen digitaler Geräte. Während der Einsatz digitaler Medien im Unterricht unumgänglich ist, bleibt die Frage, wie man Ablenkungen durch Smartphones minimieren kann. Laut der Pisa-Studie haben 60% der Schülerinnen und Schüler eine Schule mit Handyverbot besucht. Fortschritte in der Digitalisierung sind in hohem Maße auf den Digitalpakt zurückzuführen, der von 2019 bis 2024 rund 6,5 Milliarden Euro in die Schulen investiert. Ab 2025 wird der Digitalpakt 2.0 fortgeführt, wobei die Details zur Finanzierung und Ausgestaltung entscheidend für den weiteren Verlauf der Digitalisierung an Schulen sein werden.

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Insgesamt zeigt sich, dass das Projekt „Digitale Klassenräume“ an der Grundschule Seefeld-Schwei ein vielversprechender Schritt in die richtige Richtung ist. Es fördert nicht nur technisches Wissen, sondern bereitet die Kinder auch auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalen Welt vor. Der Landkreis Wesermarsch übernimmt die Finanzierung der laufenden Kosten nach Ende der Landesförderung und zeigt damit, wie wichtig die digitale Bildung für die Zukunft unserer Kinder ist.