Heute ist der 19. Mai 2026 und in Verden stehen die Prozesse gegen die politische Aktivistin Daniela Klette im Mittelpunkt des Geschehens. Am 27. Mai endet der Prozess vor dem Landgericht Verden, ein Datum, das viele Menschen im Umfeld von Daniela schon lange im Kalender markiert haben. Am 12. Mai hat sie ihr Plädoyer gehalten, ein Moment, der von vielen mit Spannung erwartet wurde. Während dieser Tage sind auch Kundgebungen in der Nähe des Gerichts geplant, um Solidarität mit Daniela zu zeigen. Informationen dazu sind auf political-prisoners.net und solidarisch-mit-daniela.de zu finden.

Daniela Klette sitzt aktuell in der JVA für Frauen in Vechta, wo sie seit ihrer Verhaftung Ende Februar 2024 festgehalten wird. Die jüngste Kundgebung, die am Samstag stattfand, vereinte über 80 Teilnehmer*innen vor der JVA. Es war bereits die fünfte Kundgebung, die seit ihrer Festnahme organisiert wurde. Besonders auffällig war die große Anzahl junger Menschen, die sich dort versammelt hatten. Viele von ihnen sind nach der Auflösung der RAF im April 1998 geboren und engagieren sich, um gegen die aktuelle Repression gegen Linke in Deutschland zu protestieren. Sie schwenkten Fahnen von kommunistischen Jugendgruppen und riefen lautstark nach einer Verbesserung der Bedingungen für Gefangene.

Kundgebungen und Solidarität

Ein junger Mann aus Bremen äußerte, dass er sich mit der Geschichte der RAF befasst, um aus deren Fehlern zu lernen. Er stellte klar, wie wichtig es ist, die aktuellen politischen Umstände im Blick zu behalten und die Solidarität mit Menschen wie Daniela Klette zu zeigen. Die Kundgebung fand im Kontext der bundesweiten Aktionstage rund um den 18. März statt, dem Kampftag für politische Gefangene. An diesem Tag rief das Netzwerk „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ zu einer weiteren Kundgebung vor dem Celler Gericht auf, wo der Prozess gegen Daniela Klette begann.

Andreas Krebs, der in der JVA Tegel in Berlin inhaftiert ist, wurde live zugeschaltet und sandte solidarische Grüße an Daniela. Der Hungerstreik, den er am 12. Februar 2026 nach 18 Tagen aus gesundheitlichen Gründen beendet hat, hat die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf die Missstände in den Gefängnissen gelenkt. Andreas wurde nach einer Zellenrazzia in Isolationshaft verlegt, wo die Bedingungen sich für ihn erheblich verschlechtert haben. Er vermutet, dass ihm Drogen untergeschoben wurden, was die bereits angespannten Verhältnisse noch schlimmer machte.

Die Situation der politischen Gefangenen

Die Solidaritätsbewegung wächst weiter und unterstützt Andreas Krebs durch Briefe, Postkarten und Spenden. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, um ihm zu helfen, und es ist klar, dass die Unterstützung für politische Gefangene immer wichtiger wird. Daniel Gierth, ein weiterer aktiver Unterstützer, hat bereits mehrere Briefe im Gefangenen Info verfasst und kann unter der Adresse Seidelstraße 39, 13507 Berlin erreicht werden. Er kämpft zusammen mit Andreas gegen die Zustände in der JVA Tegel, während Cornelius Herz und Wolfgang Lettow, beide aktiv in der Solidaritätsbewegung, sich positiv über die hohe Beteiligung junger Menschen äußern.

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Der Prozess gegen Daniela Klette vor dem OLG Frankfurt/Main, der in diesem Jahr stattfinden soll, wird sicherlich ebenfalls eine Welle der Solidarität auslösen. Briefe an Daniela können an die JVA für Frauen, An der Propstei 10, 49377 Vechta gesendet werden, und wir dürfen nicht vergessen, dass jede kleine Geste der Unterstützung zählt. Die Situation ist angespannt, und doch zeigt sich, dass die Solidarität unter den Unterstützern wächst und die Stimmen derjenigen, die für Gerechtigkeit kämpfen, nicht zum Schweigen gebracht werden können.

Eine neue Sendung über diese Themen ist für den 2. Juni 2026 geplant und wird nur per Livestream über www.radioflora.de empfangbar sein. Die Sendung wird an mehreren Terminen wiederholt, darunter am 7. Mai, 12. Mai, 14. Mai, 19. Mai und 25. Mai. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden, und ob die Solidarität mit Daniela und anderen politischen Gefangenen weiterhin so stark bleibt.