Die Basketball-Welt dreht sich weiter, und am Sonntagabend kam es zu einer herben Enttäuschung für Alba Berlin. Im ersten Viertelfinale der Basketball-Playoffs musste das Team gegen Rasta Vechta eine Niederlage von 89:103 hinnehmen. Ein Spiel, das viele nicht so schnell vergessen werden. Vechta, als Tabellensiebter ins Rennen gegangen, zeigte sich überaus dynamisch und ließ Alba oft wie ein müdes Schatten seiner selbst wirken.
Die Berliner, die vor dem Spiel als Favoriten galten, konnten in der ersten Hälfte nur einmal in Führung gehen – und das mit einem mickrigen 7:6. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zuschauer bereits skeptisch. Zur Halbzeit lag Alba mit 37:50 zurück. Die Zahlen sprechen für sich: 9 Ballverluste, nur 42% Trefferquote bei den Zweiern und gerade einmal 59% bei den Freiwürfen. Das ist einfach nicht das, was die Fans von ihrem Team erwarten. Vechta hingegen brillierte mit einer Dreierquote von 53%. Ein klarer Unterschied, der letztlich entscheidend war.
Ein Rückblick auf die Spielweise und die Schlüsselmomente
Albas Martin Hermannsson war einer der wenigen Lichtblicke und erzielte 17 Punkte und 11 Assists. Dennoch äußerte er nach dem Spiel deutlich, dass es Verbesserungsbedarf gibt. Die Mannschaft muss sich steigern, wenn sie im zweiten Spiel am Dienstag um 18:30 Uhr in Berlin zurückschlagen will. Ein Aufreger ereignete sich im dritten Viertel, als Vechta-Spieler Luc van Slooten nach einem Kontakt mit Albas J’wan Roberts zu Boden ging. Nach einer Überprüfung durch die Schiedsrichter wurde Roberts jedoch freigesprochen. Ein Flopping-Foul für van Slooten blieb aus, was einige Fans heftig diskutieren ließ.
Ein weiterer Rückschlag für Alba ist das Fehlen von Malte Delow, der aufgrund einer Gehirnerschütterung nicht mitspielen konnte. Das Team muss mit „breiter Brust“ ins Viertelfinale gehen, wie Delow selbst bemerkte, aber mit solch einer Leistung wird das schwer. Vechta hatte zuvor im Play-In-Spiel gegen die Gladiators Trier mit 111:83 gewonnen und war bestens vorbereitet. Die Vorzeichen standen für Alba also nicht optimal.
Was steht als Nächstes an?
Der Blick geht nun nach vorn. Spiel zwei in der Arena in Friedrichshain wird entscheidend sein. Alba braucht dringend einen Sieg, um in der Serie wieder ins Spiel zu kommen. Sollte es zu einer weiteren Niederlage kommen, wird der Druck immens. Die weiteren Spiele in Vechta am 22. und 24. Mai könnten dann bereits die Entscheidung über das Weiterkommen bringen, und ein mögliches fünftes Spiel wäre für den 27. Mai angesetzt – da hätte Alba dann wieder Heimrecht.
Die Playoff-Standings der anderen Teams zeigen, dass auch sie ihre eigenen Herausforderungen haben. Bamberg führt gegen Ratiopharm Ulm, während die Telekom Baskets Bonn gegen die Fitness First Würzburg Baskets zurückliegen. Die Spannung in der Liga ist greifbar, und die Fans fiebern jeder Minute entgegen. Für Alba bleibt zu hoffen, dass sie die Wende hinbekommen, denn die Zeit drängt!