Heute ist der 6.05.2026 und wir blicken auf eine spannende Zeit im Landkreis Uelzen. Léonard Hyfing, ein 38-jähriger Politiker aus der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), hat sich erneut in die politische Arena geworfen. Mit einer 100-Prozent-Zustimmung wurde er als Landratskandidat nominiert und hat damit die Weichen für die bevorstehende Wahl am 13. September gestellt. Seine Vision: Ein frischer Wind, der die „gelähmte Verwaltung“ aufbricht und das Vertrauen der Bürger zurückgewinnt.
Hyfing ist kein Unbekannter. Als selbstständiger Landwirt in Vorwerk leitet er einen Betrieb von 450 Hektar und hat sich bereits als ehrenamtlicher stellvertretender Landrat und Bürgermeister von Altenmedingen einen Namen gemacht. Zudem sitzt er im Samtgemeinderat Bevensen-Ebstorf und ist UWG-Abgeordneter im Kreistag. Er hat die Verantwortung für den Jugendhilfeausschuss übernommen und betont, wie wichtig die Jugendarbeit und die Schulen sind. Es ist also klar: Hyfing hat die Finger im politischen Spiel und will es auch weiterhin zeigen.
Ein Blick auf die Herausforderungen
Der Landrat, der 550 Mitarbeiter im Kreishaus unter sich hat, sieht sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Hyfing kritisiert die wachsenden bürokratischen Hürden und fordert eine klare Abkehr von den übermäßigen Vorschriften, die oft jeglichen Fortschritt hemmen. „Die Verwaltung soll Lösungen ermöglichen, nicht blockieren“, so sein Credo. Er weiß, dass die Digitalisierung ein zentraler Punkt ist, um die Prozesse zu beschleunigen und den Service für die Bürger zu verbessern. Geplant ist die Einrichtung einer Stabsstelle für Digitalisierung, die direkt dem Landrat unterstellt wird. Diese soll ein echter Game Changer für die Verwaltung werden.
Ein weiteres Thema, das Hyfing am Herzen liegt, ist die finanzielle Ausstattung der Landkreise. Er spricht sich gegen die Übertragung von Aufgaben ohne ausreichende Mittel von Bund und Land aus. Das ist nicht nur eine politische Forderung, sondern ein echtes Anliegen, das die Bürger direkt betrifft. Hyfing möchte die Interessen Uelzens offensiv verteidigen und Fehlplanungen der höheren Ebenen nicht länger ausbaden. Der Frust der Bevölkerung über die bestehende Verwaltung ist spürbar, und Hyfing sieht sich als die Stimme, die diesen Unmut aufgreift.
Ein Generationswechsel ist notwendig
„Ein Generationswechsel ist notwendig“, sagt Hyfing, und er spricht damit vielen aus der Seele. Die Menschen wollen frischen Wind und neue Ideen. Die UWG sieht in ihm die Alternative zu den etablierten Parteien. Hyfing selbst hat im Februar 2024 sein FDP-Parteibuch zurückgegeben, um unabhängig kandidieren zu können. Damit stellt er klar, dass es ihm nicht um persönliche Machtspiele geht, sondern um die Sache selbst.
In der Landratswahl 2019 erhielt er bereits 31 Prozent der Stimmen und hat damit bewiesen, dass er etwas bewegen kann. Sein Ziel für die kommende Wahl: Mehr Transparenz und offene Kommunikation im Kreishaus, um die „Hinterzimmer-Mentalität“ zu überwinden. Das ist ein ambitionierter Plan, der Mut erfordert, aber Hyfing scheint bereit zu sein, diesen Weg zu gehen. Die Herausforderungen sind groß, und die Zeit drängt, doch mit einem klaren Fokus auf Bürokratieabbau und Digitalisierung könnte Uelzen bald in neuem Glanz erstrahlen.
Die Landkreise stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen, darunter Fachkräftemangel und zusätzliche Leistungsansprüche, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen einschränken. Hyfing könnte mit seinen Ideen und seinem Engagement genau der richtige Mann zur richtigen Zeit sein, um das Ruder herumzureißen und die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.