Heute ist der 27.05.2026 und wir schauen uns die Entwicklungen im Glasfaserausbau in Norddeutschland an. Ein Thema, das nicht nur für Technikbegeisterte interessant ist, sondern auch für jeden, der auf der Suche nach schnellem Internet ist – und das sind schließlich die meisten von uns! In ländlichen Regionen wie dem Landkreis Lüneburg oder der Stadt Uelzen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Die Glasfaseranbieter lünecom und sewikom sind dabei echte Vorreiter.

Die lünecom hat sich in Niedersachsen und Schleswig-Holstein etabliert und betreibt ein eigenes Glasfasernetz, das viele ländliche Gebiete abdeckt. Vor Ort sind sie mit ihrem lokalen Know-how und einer engen Kommunikation mit den Kommunen aktiv. Ihr Ziel? Zügige Anschlussmöglichkeiten für bereits gebaute Gebiete und eine hohe Anzahl an Hausanschlüssen in kurzer Zeit. Besonders Bad Bevensen sticht hervor: Hier, in einem Kurort mit über 500.000 Übernachtungen jährlich, profitieren Betreiber von Ferienwohnungen und Kliniken von der neuen Glasfaserinfrastruktur. Mit 45 Kilometern Tiefbautrasse, die bis 2025 realisiert wurden, können über 5.000 Haushalte Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde nutzen. Das ist für eine Region, in der 60% der Gäste für Gesundheit und Wellness anreisen, natürlich ein riesiger Vorteil.

Glasfaser für alle

Ebstorf, ebenfalls in der Nähe, hat über 35 Kilometer Glasfasertrasse erhalten und versorgt nun knapp 2.600 Haushalte. Auch öffentliche Einrichtungen, wie Kitas und Schulen, profitieren von der schnellen Anbindung. Bürgermeister Martin Feller hebt die Bedeutung der Glasfaserversorgung für die Standortattraktivität hervor. Man könnte fast sagen, dass die Digitalisierung hier in vollem Gange ist.

In den Kreisen Höxter und Lippe ist sewikom aktiv und arbeitet eng mit den Kommunen zusammen, um den Glasfaserausbau voranzutreiben. Ein interessantes Beispiel ist Dörentrup, die bevölkerungsärmste Gemeinde im Kreis Lippe, wo 2023 der eigenwirtschaftliche Ausbau begann. In mehreren Clustern wurden über 60 Verteilerstationen und 90.000 Tiefbaumeter umgesetzt. Ab 2024 gingen die ersten Kunden online, und bis 2025 wurden alle angemeldeten Haushalte aktiv geschaltet. Die Bandbreiten von über einem Gigabit pro Sekunde sind ein echter Lichtblick für die Bewohner. Bürgermeister Friso Veldink betont, dass die Entscheidung für ein lokal verwurzeltes Unternehmen von großer Bedeutung ist. Das schafft Identität und Vertrauen.

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Doch was bedeutet das alles für die Zukunft? Die Bundesregierung hat erkannt, dass schnelles Internet und der neueste Mobilfunkstandard entscheidend für die Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sind. Der Zugang zu zuverlässigen digitalen Netzen ist nicht nur für Bürger wichtig, sondern auch für Unternehmen und Verwaltungen. Das hat zur Folge, dass der Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen von „überragendem öffentlichen Interesse“ ist. Eine Gesetzesänderung, die am 30. Juli 2025 in Kraft trat, sorgt dafür, dass der Bau von Mobilfunkmasten und Glasfaserleitungen bei Genehmigungsverfahren mehr Gewicht erhält. Das ist ein wichtiger Schritt in eine digitale Zukunft.

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Derzeit sind schon 79,0 Prozent der deutschen Haushalte mit Gigabit-Anschlüssen versorgt, und über 95 Prozent der Fläche sind mit 5G abgedeckt. Das zeigt, dass Deutschland auf dem richtigen Weg ist, auch wenn noch viel zu tun bleibt. Die Glasfaseranschlüsse sind für mehr als 42 Prozent der Haushalte verfügbar, was für ländliche Regionen eine enorme Chance darstellt.