Die Osterholzer Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat seit dem 1. März eine neue Verstärkung in ihrem Team: Anne Höbelmann. Sie wird in ihrer neuen Rolle Katharina Poranski unterstützen, die bereits seit 15 Monaten die Leitung der Kontaktstelle innehat. Diese Einrichtung spielt eine zentrale Rolle im Landkreis Osterholz, wo es momentan 65 Selbsthilfegruppen gibt, die sich mit gesundheitlichen, psychischen, sozialen und familiären Themen befassen.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Sie hilft nicht nur beim Aufbau und der Vernetzung von Selbsthilfegruppen, sondern bietet auch Unterstützung bei Neugründungen und vermittelt Räume für Gruppentreffen. Anne Höbelmann bringt durch ihre vorherige Arbeit an Schulen und ihr Kunststudium frische Perspektiven in die Kontaktstelle ein. Zudem hat sie in verschiedenen Ländern, darunter Südamerika und London, gelebt und betreibt mit ihrem Ehemann ein vegetarisches Restaurant in Osterholz-Scharmbeck.
Neue Gruppen und Angebote
Aktuell wird eine neue Selbsthilfegruppe zum Thema Trauer gegründet, die sich an Menschen richtet, die einen Verlust erlitten haben. Darüber hinaus entstehen Gruppen für erwachsene Kinder suchtkranker Eltern und für Betroffene toxischer Beziehungen. Auch für Herzkrankheiten werden neue Austauschgruppen ins Leben gerufen. Die Angebote „Patchwork – Du bist nicht allein“ und „Pflegende Angehörige“ werden ebenfalls ausgebaut, um den Bedürfnissen der Betroffenen besser gerecht zu werden.
Die Kontaktstelle bietet kostenlose Beratung in einem geschützten Raum, in dem die Schweigepflicht gewahrt wird. Hier können Hilfesuchende Vertrauen aufbauen und sich in einem sicheren Umfeld öffnen. Bei Bedarf können auch Kriseninterventionen eingeleitet und Hilfesuchende an Sozialpsychiatrische oder diakonische Dienste weitergeleitet werden. Unterstützung bei Anträgen an gesetzliche Krankenkassen oder Pflegekassen wird ebenfalls angeboten.
Vernetzung und Unterstützung
Der Paritätische Wohlfahrtsverband unterhält deutschlandweit 130 Kontaktstellen zur Vernetzung von Betroffenen und Angehörigen. Diese Einrichtungen bieten nicht nur Hilfe beim Aufbau von Selbsthilfegruppen, sondern auch Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Sie stellen Hilfsmittel und Räume für Treffen zur Verfügung oder vermitteln diese. Sollten in einer Region keine Selbsthilfekontaktstellen vorhanden sein, können Mitarbeiter*innen anderer Einrichtungen kontaktiert werden. Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände und Gesundheitsämter sind ebenfalls wichtige Partner im Aufbau von Selbsthilfegruppen.
Für alle Interessierten gibt es weiterführende Informationen zur Gründung von Selbsthilfegruppen in der Rubrik Gruppenarbeit. Eine Broschüre mit dem Titel „Starthilfe zum Aufbau von Selbsthilfegruppen“ bietet ausführliche Informationen zu den ersten Schritten, Gruppenarbeit und Fördermittelanträgen. Die Kontaktstelle ist telefonisch unter 04791/ 98 29 001 oder per E-Mail über selbsthilfe-osterholz@paritaetischer.de erreichbar.
Insgesamt zeigt die Osterholzer Selbsthilfe-Kontaktstelle, wie wichtig das Netzwerk und die Unterstützung von Gleichgesinnten in herausfordernden Lebenslagen sind. Die neuen Angebote und Gruppen stellen sicher, dass niemand allein durch schwierige Zeiten gehen muss.