In Oldenburg gibt es Geschichten, die das Herz berühren. Eine davon ist die von Swantje Harms, einer ehemaligen Redakteurin, die sich in der passiven Altersteilzeit neue Horizonte eröffnet. Mit einem fröhlichen Lächeln erzählt sie von ihren neuen Abenteuern, die von Theater über Plattdeutsch-Kurse bis hin zu Rikscha-Fahrten reichen. Ein ganz besonderes Theaterplakat mit dem Titel „Auf ins Alter! Vom Loslassen und Weitergehen“ hat Swantjes Interesse geweckt – es scheint, als ob das Alter nicht das Ende, sondern vielmehr der Beginn eines spannenden Kapitels ist.

Swantje reflektiert über das Älterwerden, über Gesundheitsthemen und die persönlichen Veränderungen, die es mit sich bringt. Ein prägender Moment war die Pflege ihres Vaters bis zu seinem Tod im Januar 2025, der ihre Sicht auf das Altern nachhaltig beeinflusste. Es ist nicht nur eine Zeit des Loslassens, sondern auch des Neuanfangs – etwas, das sie mit einer Mischung aus Mut und Spaß angeht. „Neuanfänge erfordern Mut und Spaß“, sagt sie mit Überzeugung.

Aktive Lebensgestaltung im Ruhestand

Und was macht sie konkret? Swantje hat die „Rikscha Oldenburg“ übernommen und bietet Fahrten für verschiedenste Anlässe an. Ob für Geburtstagsfeiern oder einfach für einen gemütlichen Ausflug – die Rikscha ist ein wunderbares Fortbewegungsmittel, das nicht nur die Landschaft, sondern auch das soziale Leben bereichert. Außerdem hat sie an einem Plattdeutsch-Kurs teilgenommen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. „Es ist nie zu spät, Neues zu lernen!“, betont sie mit einem Funkeln in den Augen.

Ihre Pläne sind so vielfältig wie das Leben selbst. Swantje möchte ihre Freizeit aktiv gestalten, hat viele kreative Ideen im Kopf – ein Buch schreiben, malen und sich ehrenamtlich engagieren. „Ich glaube fest an einen erfüllten Lebensabend“, sagt sie, und man spürt die Leidenschaft in ihrer Stimme. Die Vorstellung, ihre Wünsche und Ideen umzusetzen, gibt ihr einen Antrieb, der ansteckend wirkt.

Der Übergang in den Ruhestand

Der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ist für viele Menschen ein bedeutender Wendepunkt. Es ist eine Gelegenheit, sich auf neue Interessen zu konzentrieren und das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Frühzeitige Planung ist dabei das A und O, idealerweise einige Jahre vor dem Renteneintritt. Es geht nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern auch um die Frage, wie man seine Zeit sinnvoll gestalten möchte. Welche Hobbys interessieren mich? Möchte ich Neues lernen oder mehr Zeit mit der Familie verbringen?

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Hobbys können Struktur und Lebensfreude bringen. Ob kreative Beschäftigungen wie Malen oder Schreiben, sportliche Aktivitäten wie Radfahren oder Wandern oder gesellschaftliche Engagements, die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Auch Kurse an Volkshochschulen bieten eine tolle Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und soziale Kontakte zu knüpfen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind eine weitere Möglichkeit, aktiv zu bleiben und das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden. Ob in Schulen, Kindergärten oder beim Umweltschutz – es gibt zahlreiche Wege, sich einzubringen. Ein Ehrenamt kann bereits mit wenigen Stunden pro Woche beginnen und bereichert nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der Menschen um einen herum.

Soziale Kontakte sind im Ruhestand essentiell, um Einsamkeit zu vermeiden. Regelmäßige Treffen mit Freunden, die Teilnahme an Vereinen oder Freizeitgruppen können helfen, neue Bekanntschaften zu schließen und alte Freundschaften zu pflegen. Und wenn man einmal das Gefühl hat, in eine gewisse Einsamkeit zu rutschen, können einfache Dinge – wie ein Dankbarkeitstagebuch – helfen, die positiven Aspekte des Lebens wieder bewusster wahrzunehmen. Swantje Harms zeigt uns, dass das Alter nicht das Ende, sondern eine Einladung zu neuen Abenteuern ist.