Heute ist der 6.05.2026 und in Oldenburg wird die Vorfreude auf eine ganz besondere Kinderoper spürbar. Die Musikstiftung Dr. Hildegard Schnetkamp hat ein spannendes Projekt ins Leben gerufen: eine plattdeutsche Oper für Kinder. Unter dem Titel „Der Leuchtturm auf den Hummerklippen“, inspiriert von dem Roman von James Krüss, laufen die Proben auf Hochtouren. Fast zwanzig Kinder der Oberschule Edewecht sind im kleinen Theater der Universität Oldenburg fleißig am Üben. Die Stimmung ist fröhlich, aber auch konzentriert, denn die Lieder sind allesamt auf Plattdeutsch – das stellt für die jungen Talente eine echte Herausforderung dar.
Dirigent Antonio Planelles Gallego hebt hervor, wie wichtig die Intention beim Singen ist. Das spürt man in jeder Probe, wenn die elf- bis dreizehnjährigen Kinder mit viel Begeisterung und Hingabe bei der Sache sind. Projektleiterin Katrin Konen-Witzel ist stolz auf die Leistungen der Kinder, die sich die Texte so mühelos eingeprägt haben. Es ist keine Kleinigkeit, das muss man schon sagen. Die Kinder tragen als Möwenchor drei Stücke zu der 70-minütigen Oper bei – eine echte Gemeinschaftsleistung!
Ein Blick hinter die Kulissen
Die Handlung der Oper spielt während des Zweiten Weltkriegs und erzählt von den Erlebnissen eines Leuchtturmwärters sowie einer neugierigen Möwe. Musikalisch wurde die Geschichte von dem argentinischen Komponisten Joaquín Alem kindgerecht gestaltet, was sicher auch die Herzen der kleinen Darsteller höher schlagen lässt. Der Librettist Nils Braun hatte die brillante Idee zur Oper, um den 100. Geburtstag von James Krüss zu feiern. Eine Feier der besonderen Art, die nach mehreren Absagen von Theatern schließlich die Oldenburger Dr. Hildegard Schnetkamp-Stiftung ins Boot holte. Das Engagement dieser Stiftung ermöglicht es, dass die Kinder ihre Leidenschaft für die Musik und das Theater ausleben können.
Die Uraufführung wird in Edewecht stattfinden, gefolgt von einer Aufführung auf Helgoland, die genau am 100. Geburtstag von Krüss über die Bühne geht. Ein wirklich einmaliges Erlebnis, das nicht nur die Kinder, sondern auch die Zuschauer begeistern wird. Es ist bemerkenswert, dass über 70 Schulen mit verschiedenen Disziplinen an diesem Projekt teilnehmen, was zeigt, wie sehr die kulturelle Bildung in der Region gefördert wird. Die Profi-Finals in Hannover Ende Juli versprechen zudem spannende Wettbewerbe, bei denen die Talente glänzen können.
Ein kleiner Ausblick auf das „Opernloft“ in Hamburg: Dort werden Opern in gekürzter Form angeboten, die nur 90 Minuten dauern. Dies könnte für die jungen Sängerinnen und Sänger eine interessante Option sein, um ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Einige der Kinder haben bereits Interesse geäußert, nach dem Projekt im Chor zu singen oder ein Instrument zu lernen. Das zeigt, wie viel Freude ihnen die Musik macht – und das ist einfach schön zu sehen! Die Begeisterung und der Eifer, den sie in jedes Lied stecken, sind ansteckend und lassen hoffen, dass wir hier die Stars von morgen erleben dürfen.