Heute ist der 14.05.2026, und die Zeckensaison hat nun auch im Landkreis Northeim begonnen. Ja, genau, diese kleinen, blutsaugenden Parasiten haben sich wieder auf den Weg gemacht, um uns das Leben schwer zu machen! Der Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung warnt eindringlich vor den Gesundheitsrisiken, die durch Zeckenstiche entstehen können. Wer jetzt an einem schönen Tag im Garten oder im Wald unterwegs ist, sollte sich gut vorbereiten.
Zecken sind nicht wählerisch. Sie sind überall: in Wäldern, auf Wiesen, in Parks und sogar in unseren heimischen Gärten. Die Saison erstreckt sich in der Regel von März bis Oktober. Das ist eine ganze Menge Zeit, um sich in Acht zu nehmen! Es gibt zwar keine Impfung gegen Borreliose, die in Northeim weit verbreitet ist, aber die FSME-Impfung ist in ausgewiesenen Risikogebieten sinnvoll. Der Landkreis Northeim hat bisher keine FSME-Erkrankungen verzeichnet, aber die Gefahr, sich mit Borreliose anzustecken, ist real; die Wanderröte ist ein typisches Symptom.
Die kleinen Biester und ihre Gefahren
Die Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, darunter die berüchtigte Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese beiden Krankheiten sind die bedeutendsten durch Zecken übertragene Infektionen in Deutschland. Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die bundesweit verbreitet ist. Im Gegensatz dazu ist FSME eine Virusinfektion, die hauptsächlich in süddeutschen Regionen auftritt. Auch wenn Niedersachsen nicht als Hochrisikogebiet gilt, ist ganz Deutschland aufgrund steigender Temperaturen und der damit verbundenen Zeckenpopulation als potenzielles Risikogebiet einzustufen.
Die Gesundheitsdienste empfehlen daher, sich entsprechend zu schützen: Langärmelige Kleidung und festes Schuhwerk sind ein Muss! Außerdem sollte man versuchen, hohes Gras und Unterholz zu meiden und stattdessen befestigte Wege zu nutzen. Zeckenabweisende Mittel können ebenfalls eine gute Idee sein. Und nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich und seine Haustiere gründlich auf Zecken absuchen – so kann man das Risiko eines Zeckenstichs erheblich reduzieren.
Was tun bei einem Zeckenstich?
Falls es dennoch zu einem Zeckenstich kommt, ist schnelles Handeln gefragt. Die Zecke sollte so schnell wie möglich und vor allem sicher entfernt werden. Hierfür gibt es spezielle Zeckenzangen oder Save-Cards, die man bei den Gesundheitsdiensten erhält. Dabei ist es wichtig, die Zecke nicht zu quetschen, denn das könnte das Infektionsrisiko erhöhen. Und sollte die Zecke entfernt worden sein, kann man sie zur Untersuchung auf Krankheitserreger einreichen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn man in einem Risikogebiet lebt oder viel Zeit in der Natur verbringt, sollte man die FSME-Impfung in Betracht ziehen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt diese Impfung besonders bei Menschen, die oft in Gebieten mit hoher Zeckendichte unterwegs sind. Und das sind nicht nur die älteren Generationen – auch jüngere Menschen sollten sich nicht in Sicherheit wiegen. Geringe Impfquoten, besonders bei über 60-Jährigen, sind ein großes Thema!
Für mehr Sicherheit sorgen
Die Hauptaktivitätszeit der Zecken liegt zwischen Anfang Juni und Mitte September, vor allem vormittags und am frühen Abend. Bei Temperaturen über 10 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit sind sie besonders aktiv. In Deutschland gibt es 19 Zeckenarten, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen können, wobei der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) der bedeutendste Krankheitsüberträger ist.
Eine borrelioseinfizierte Zecke hat es in sich: Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland zwischen 80.000 und 120.000 Erkrankungen pro Jahr. Die Symptome können ganz unterschiedlich ausfallen – von grippeähnlichen Anzeichen bis hin zu Hautrötungen. Und ohne Behandlung kann Borreliose zu chronischen Erkrankungen führen. Das sollten wir uns immer vor Augen halten!
Für weitere Informationen stehen die Gesundheitsdienste per E-Mail zur Verfügung. Und für die, die tiefere Einblicke suchen, gibt es hilfreiche Seiten wie das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit oder das Robert Koch-Institut. Schaut einfach mal rein!