Im Mai dieses Jahres erlebte Nienburg einen frischen Wind, denn ein neuer Jugendrat wurde gewählt. In der konstituierenden Sitzung, die kürzlich im Witebsk-Zimmer des Nienburger Rathauses stattfand, begrüßte Bürgermeister Jan Wendorf die jungen Mitglieder und zollte ihnen seinen Dank für ihr Engagement. Ein ganz besonderer Moment war die einstimmige Wahl von Lea Dornbusch zur neuen Vorsitzenden. Mit nur 19 Jahren übernimmt sie das Ruder von Mery Minasyan, die nicht erneut kandidierte. Ein aufregender Schritt für die junge Lea!

Der Jugendrat hat sich schnell formiert und nun auch Moritz Strutz als stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Moritz bringt seit 2022 Erfahrung mit und wird sicher eine wertvolle Unterstützung sein. Auch Alessandro Bienert findet sich in einer wichtigen Rolle als Schriftführer wieder. Die beratenden Mitglieder, Mina Sue und Etienne Januzi, sowie die weiterhin aktive Lea Oehlschläger vom Stadtschülerrat, komplettieren das Team. Und es bleibt spannend: Die Mitglieder wurden in verschiedene Fachausschüsse des Stadtrates gewählt, vom Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport bis hin zum Wirtschafts- und Marketingausschuss.

Jugendrat im Fokus

Das erste Treffen nach einer dreimonatigen, Corona-bedingten Zwangspause fand im Ratssaal des Nienburger Rathauses statt. Die geltenden Abstandsregeln wurden selbstverständlich eingehalten. Neben der formellen Einführung standen jedoch auch brennende Themen auf der Agenda. So wurde das geplante Großprojekt „Wissensburg“ diskutiert, ein Projekt, das sicherlich viele junge Menschen in der Region ansprechen wird. Doch nicht nur positive Entwicklungen beschäftigten den Jugendrat: Die steigende Wahrnehmung von Rechtsextremismus in Nienburg und dem Landkreis war ein weiterer wichtiger Punkt. Besorgt äußerte der Rat seine Meinung zu rechtsextremen Aktivitäten und Diskriminierungen, die in den letzten Monaten zunehmend sichtbar wurden.

Ein besonders beunruhigendes Thema waren die Kundgebungen rechter Gruppierungen im Stadtgebiet sowie die Bedrohungen gegen den Bürgermeister von Estorf, die zu seinem Rücktritt führten. In einer schriftlichen Erklärung positionierte sich der Jugendrat klar gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Die „Resolution des Jugendrates gegen Rechtsextremismus“ thematisiert die schleichende Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts und zeigt, dass die Jugendlichen bereit sind, Stimme zu erheben.

Kommende Veranstaltungen und Einblicke

Die nächste Sitzung des Jugendrates steht bereits fest: Am Freitag, den 21.08.2026, um 16:00 Uhr im Jugendhaus Nienburg. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen, um die spannenden Diskussionen zu verfolgen. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, die jungen Entscheidungsträger in Aktion zu erleben und ihre Ansichten zu wichtigen Themen in der Gemeinde kennenzulernen. Ein erster Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Jugendrat ist Sebastian Meyer von der Stadtverwaltung, erreichbar unter s.meyer@nienburg.de oder telefonisch unter 05021/87-429.

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In einer Zeit, in der die Stimme der Jugend oft überhört wird, ist es ermutigend zu sehen, wie engagiert die Mitglieder des Jugendrates sind. Sie stehen an vorderster Front, um ihre Meinung zu wichtigen gesellschaftlichen Themen zu äußern und aktiv an der Gestaltung ihrer Heimat mitzuwirken. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Initiativen und Projekte sie ins Leben rufen werden und wie sie Nienburg und seine Umgebung in den kommenden Monaten prägen werden.

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