Am Freitagnachmittag, dem 16. Mai 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Rodewald zu einem Einsatz in der Hauptstraße gerufen. Der Alarm lautete „Kapelle brennt“ – das klang erstmal dramatisch. Doch vor Ort stellte sich schnell heraus, dass nur die Rückwärtstür der Friedhofskapelle betroffen war. Immerhin, das ließ die Herzen der Einsatzkräfte höher schlagen, denn schlimmer hätte es werden können. Die Brandursache lag in den Unkrautbeseitigungsmaßnahmen eines Mitarbeiters der Kirchengemeinde, der ein Abflammgerät verwendet hatte. Ein Funke hatte sich unbemerkt im Holz der Tür entzündet und einen kleinen Brand verursacht. Glücklicherweise waren Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden: kein Wind, ein feuchter Untergrund und sogar zwei Gießkannen mit Löschwasser standen bereit.

Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte die Flammen im Nu löschen. Ein kleiner Schreckmoment, der jedoch glimpflich ausging. Zum Glück gab es keine Verletzten, während die Konfirmandenmütter in der benachbarten Kirche mit den Vorbereitungen beschäftigt waren und nichts von dem Vorfall mitbekamen. Nach dem Lüften der Kapelle war der Einsatz schnell beendet, doch die Tür muss nun voraussichtlich repariert werden. Ein kleiner Preis für das, was hätte passieren können.

Vorsicht beim Abflammen

Die Verwendung von Gas Abflammgeräten zur Unkrautbeseitigung ist ja an sich nichts Ungewöhnliches. Sie gelten als schnelle und effektive Methode, um Gehwege, Einfahrten und Terrassen von unerwünschtem Grün zu befreien. Aber – und das ist wichtig – bei unsachgemäßem Umgang können sie große Brandgefahren mit sich bringen. Hecken oder Sträucher können in Flammen aufgehen, und das passiert schneller, als man denkt. Wer ein Abflammgerät verwendet, sollte unbedingt die Bedienungsanleitung sorgfältig lesen. Das Wetter muss passen: kein Wind und keine trockenen Bedingungen!

Sicherheitsvorkehrungen sind das A und O! Brennbare Materialien wie trockene Blätter oder Holz sollten sich niemals in der Nähe des Anwendungsbereichs befinden. Und seien wir mal ehrlich, Kinder und Haustiere haben da auch nichts verloren. Persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen und Sicherheitsschuhe sind nicht nur schick, sondern auch sinnvoll. Ein Feuerlöscher oder ein Eimer Wasser sollten immer bereitstehen, denn man weiß ja nie. Ganz wichtig: Das Abflammgerät muss immer abgeschaltet werden, wenn man es nicht mehr benötigt, und der Brenner sollte abkühlen, bevor man es verstaut. Eine regelmäßige Überprüfung auf Beschädigungen ist ebenfalls ratsam.

Brandgefahren nicht unterschätzen

Die Gefahren des Abflammens werden oft unterschätzt. Ein Beispiel aus Bergkamen, wo ein 67-jähriger Mann mit einem Propangasbrenner eine zwei Meter lange Hecke entzündete, zeigt, wie schnell Dinge außer Kontrolle geraten können. Die Flammen breiteten sich auf ein geparktes Auto aus, und das Dach eines Cabriolets wurde durch Funkenflug beschädigt – zum Glück gab es keine Verletzten. Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn rät eindringlich davon ab, Gasbrenner zur Unkrautbekämpfung zu nutzen. Besonders bei trockenen Bedingungen kann das Ganze extrem gefährlich werden.

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Alternativen zur Unkrautbekämpfung gibt es genug. Heißluftgeräte oder Infrarotmethoden sind sicherer, und das Zupfen mit den Händen ist sowieso die umweltfreundlichste Lösung. Es ist wichtig, sich der Brandgefahren bewusst zu sein, die mit der Verwendung von Abflammgeräten einhergehen. Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Denn am Ende möchte niemand, dass aus einer kleinen Unkrautmaßnahme ein größeres Feuer entsteht.