Niedersachsens neues Jagdgesetz: Ein Schritt in die Zukunft oder ein Rückschritt für die Jäger?
In Niedersachsen hat sich jetzt etwas ganz Entscheidendes getan: Der Landtag hat ein neues Jagdgesetz beschlossen. Das ist nicht nur ein weiteres Stück Papier, sondern ein echter Schritt in die Zukunft – so nennt es zumindest Agrarministerin Miriam Staudte. Der Fokus liegt auf praxisgerechtem Tierschutz, weniger Bürokratie und einer Verbesserung der waidgerechten Jagd. Auch Hochwasserschutz und ein landesweites Wolfsmanagement stehen auf der Agenda. Wie das konkret aussieht? Lasst uns mal einen Blick darauf werfen!
Ein zentrales Element des neuen Gesetzes ist der Einsatz von Hunden im Naturbau. Hier wird ein klarer Strich gezogen: Baujagd im Naturerbbau ist nun untersagt. Das klingt erst einmal hart, aber es dient dem Schutz der Jagdhunde und der Wildtiere. Was die Totfanggeräte betrifft, wird es ebenfalls strenger – abgesehen von einem speziellen Ei-Abzugseisen gegen Steinmarder, das ist die einzige Ausnahme im befriedeten Bezirk. Ab dem 1. April 2028 dürfen Lebendfallen nur noch mit digitalen Meldern verwendet werden. Das ist schon mal ein Schritt in die digitale Zukunft!
Neues aus der Jagdpraxis
Doch das sind nicht die einzigen Neuerungen. Landwirte haben jetzt die Pflicht, ihre Felder vor der Mahd auf Wildtiere abzusuchen. Auch die Jagdausübungsberechtigten müssen 24 Stunden vorher informiert werden. Das soll helfen, die Wildtiere zu schützen und Unfälle zu vermeiden. Apropos Wildtiere: Wildernde Hunde dürfen jetzt nur noch gefangen, nicht mehr getötet werden. Das gilt auch für Katzen, die aber nur in einem bestimmten Umkreis von Wohnbebauung getötet werden dürfen – also mindestens 350 Meter entfernt. Kompliziert, oder?
Und auch die Jägerprüfung hat ein Update erhalten. Zukünftig ist ein Ausbildungslehrgang vor der Prüfung Pflicht. Das soll sicherstellen, dass alle Jäger gut vorbereitet sind. Was die Abschusspläne für Rehwild betrifft, wird es neue Regeln geben: Statt jährlicher Pläne können die Grundbesitzer und Jagdpächter künftig eigenverantwortlich entscheiden. Für Rotwild und Damwild sind jedoch weiterhin dreijährige Abschusspläne vorgesehen.
Der Wolf als zentrales Thema
Ein besonders heißes Eisen ist natürlich der Wolf. Der unterliegt dem Bundesjagdrecht und das Ziel ist klar: Den Weidetierschutz stärken. Die Obere Jagdbehörde im Landwirtschaftsministerium wird künftig das Wolfsmanagement übernehmen. Hierbei wird der Wolf bei Wildunfällen wie anderes Wild behandelt – das könnte zu einer Entlastung für die Weidetierhalter führen. Eine spannende Entwicklung, denn die Wolfspopulation in Deutschland hat sich seit ihrer Rückkehr deutlich erhöht. Aktuelle Monitoringdaten zeigen, dass es rund 219 Rudel, 43 Wolfspaare und 14 Einzeltiere gibt. Besonders in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen sind die Wölfe stark verbreitet.
Natürlich gibt es bei all diesen Veränderungen auch kritische Stimmen. Der Landesjagdverband zeigt sich zwar erleichtert über die neuen Regelungen, doch einige Entscheidungen, wie das Verbot der Baujagd, werden als nicht nachvollziehbar kritisiert. Das Gesetz tritt am 2. April in Kraft und es sind Übergangsfristen für bestimmte Regelungen vorgesehen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Jagdpraxis in Niedersachsen entwickeln wird!
Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.
