Lesepaten für die Zukunft: Ein neues Kapitel in Lüchow-Dannenberg
Heute ist der 16.07.2026 und in Lüchow-Dannenberg gibt es Neuigkeiten, die das Herz eines jeden Buchliebhabers höherschlagen lassen. Die Kreisvolkshochschule Uelzen/Lüchow-Dannenberg (KVHS) hat eine Schulung für ehrenamtliche Lesepatinnen ins Leben gerufen. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit mit der Sternschule und der Lucas-Backmeister-Schule in Uelzen stattfand, bietet eine wertvolle Plattform zur Förderung der Lesekompetenz unserer Kleinsten.
In einem fünf Tage langen Kurs haben engagierte Teilnehmerinnen unter der Leitung von Sabine Spengler, der Referentin für Leseförderung in Niedersachsen, praxisnahe Methoden erlernt, um Grundschulkindern beim Lesen zu helfen. Es ist kein Geheimnis, dass die Lesekompetenz von Grundschulkindern in Deutschland besorgniserregend ist. Die IGLU-Studie hat kürzlich gezeigt, dass viele Viertklässlerinnen Schwierigkeiten haben, ausreichend zu lesen. Hier kommen die ehrenamtlichen Lesepatinnen ins Spiel: Sie bieten den Kindern individuelle Lesezeit und persönliche Zuwendung, was entscheidend für die Leselernentwicklung ist.
Einblicke in die Schulungsinhalte
Die Schulung hat sich intensiv mit dem Gelingen der Lese-Situation beschäftigt – einer besonderen Begegnung zwischen Lesepatin und Kind. Die Teilnehmenden haben gelernt, wie wichtig die Rahmenbedingungen für Leselernprozesse sind, und welche Methoden und Materialien ihnen dabei helfen können, die Kinder zu begeistern. Von Ritualen über Lesespiele bis hin zu Bewegung – die Ansätze sind vielfältig. Strategien zur positiven Verstärkung und zur Dokumentation der Leseleistungen wurden ebenfalls thematisiert. In den Gesprächsrunden konnten die Teilnehmenden zudem eigene Erlebnisse und Fragen einbringen, was den Austausch bereicherte und die Gemeinschaft stärkte.
Ein bundesweites Anliegen
Diese Schulung ist Teil des bundesweiten StartChancen-Programms, das Schulen in herausfordernden Lagen unterstützen soll. Aktuelle Studien, wie die IGLU 2026, zeigen die Dringlichkeit solcher Programme. Die IGLU-Studie wird alle fünf Jahre durchgeführt und hat das Ziel, die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien sind nicht nur für die Schulentwicklung von Bedeutung, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Sie liefern wichtige Daten über Leseverständnis, Motivation und das Leseverhalten – und zeigen, wie familiäre, schulische und curriculare Faktoren die Lesekompetenz beeinflussen.
Insgesamt beteiligten sich 35 Länder an der IGLU-Studie, und die Erkenntnisse sind ein wertvoller Beitrag für die Bildungspolitik. Das Engagement der ehrenamtlichen Lesepat*innen ist also nicht nur lokal von Bedeutung, sondern trägt auch zu einem größeren, nationalen Anliegen bei. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin gefördert werden, damit unsere Kinder die Freude am Lesen entdecken und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Texten verbessern können.
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