Hitzefrei in Niedersachsen: Schulen reagieren auf Rekordtemperaturen
Heute ist der 23.06.2026 und die Temperaturen in Niedersachsen steigen auf Rekordwerte. Es ist heiß – richtig heiß! Und was bedeutet das für unsere Schulen? Richtig, Hitzefrei. Mehrere Schulen in Niedersachsen haben bereits entschieden, dass bei dieser Hitze der Unterricht nicht wie gewohnt stattfinden kann. Die Schulleitungen haben das Heft in die Hand genommen und reagieren auf die drückende Wärme.
Die Kranich-Gymnasium in Salzgitter hat den Unterrichtsplan eingeschränkt und die Stunden gekürzt, während die Domschule in Osnabrück am Donnerstag und Freitag nach der vierten Stunde Schluss macht. Auch in Hannover müssen Schüler an der Otfried-Preußler-Schule am Mittwoch bis Freitag um 13 Uhr nach Hause, während die Grundschule an der Uhlandstraße sogar komplett geschlossen bleibt. Bei all diesen Entscheidungen gilt eine wichtige Voraussetzung: Der Unterricht muss durch die hohe Temperatur erheblich beeinträchtigt werden. Das ist auch in Grundschulen, der Mittel- und Oberstufe der Fall.
Schulen entscheiden individuell
Die Kultusministerin Julia Willie Hamburg hat klar gemacht, dass es keine bundesweit einheitlichen Vorgaben zu Außentemperaturen gibt. Jede Schule entscheidet selbst über den Unterrichtsausfall. Das führt dazu, dass die Schüler und Eltern ganz unterschiedlich betroffen sind. In Hamburg gibt es beispielsweise gar keine verbindlichen Regeln für den Unterrichtsende bei Hitze.
Besonders herausfordernd wird es in Grundschulen mit Ganztagsbetreuung. Hier ist es oft kompliziert, alle Kinder mittags nach Hause zu schicken. Und was passiert, wenn Schüler trotz Unterrichtsausfall erscheinen? Ganz klar: Die Schulen müssen ihre Aufsichtspflicht erfüllen. In Grundschulen dürfen die Schüler nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten nach Hause entlassen werden. Bei Berufsschulen kann der Unterricht bei großer Hitze sogar als Distanzunterricht oder selbstorganisiertes Lernen fortgesetzt werden. Hitzefrei ist nach fünf Unterrichtsstunden möglich – aber was für eine Hitze!
Empfehlungen und Schutzmaßnahmen
Um die Auswirkungen der Hitze abzumildern, empfehlen Experten, rechtzeitig einen Hitzeschutzplan zu erstellen und konkrete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören Dinge wie Nachtauskühlung, Lüften am Morgen und das rechtzeitige Verschatten der Räume. Sensibilisierung ist das A und O: Sowohl Lehrkräfte als auch Schüler sollten für persönliche Schutzmaßnahmen sensibilisiert werden. Passende Kleidung und ausreichend Trinken sind unerlässlich! Wenn Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auftreten, sollten die Betroffenen unbedingt kühlere Bereiche aufsuchen. Auch die Idee, die Unterrichtszeiten zu kürzen und dafür längere Pausen einzuführen, könnte eine gute Lösung sein.
Niedersachsen hat übrigens über 280 Badegewässer – das sind mehr als 10 % der Badegewässer in Deutschland! Ein kleiner Lichtblick, wenn man sich nach einer Abkühlung sehnt. Das ist eine gute Gelegenheit, die Zeit im Freien zu verbringen und das kühle Nass zu genießen, während die Schulen versuchen, mit der Hitze umzugehen. Ein bisschen Hitzefrei in der Natur – wie das klingt! Wer kann da schon widerstehen?
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