Am 27. April 2026 hat das Bistum Hildesheim einen bedeutenden Schritt zur Unterstützung von Betroffenen sexualisierter Gewalt unternommen. Die Strukturen, die Menschen in solch schwierigen Lebenslagen helfen, wurden weiterentwickelt. In der Stabsabteilung für Prävention, Intervention und Aufarbeitung sind neue Stellen geschaffen worden, um externe Angebote zu integrieren und so einen umfassenderen Schutz zu gewährleisten.

Ein zentrales Ergebnis dieser Bemühungen ist eine neue Handreichung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Betroffenenrat Nord und der Betroffeneninitiative Hildesheim erarbeitet wurde. Diese Handreichung dient nicht nur als hilfreicher Wegweiser für direkt Betroffene, sondern auch für deren soziales Umfeld. Sie gibt einen Überblick über relevante Kontaktstellen und beschreibt in einem praktischen „Wenn-Dann-Schema“ typische Situationen aus der Perspektive der Betroffenen, um adäquate Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Interaktive Unterstützung für Betroffene

Besonders hervorzuheben ist, dass das Dokument interaktiv gestaltet ist. Nutzer können mit einem einfachen Mausklick von einem spezifischen Szenario zur entsprechenden Kontaktstelle gelangen. Dies erleichtert den Zugang zu notwendigen Hilfsangeboten erheblich. Aktuell ist die Handreichung nur in digitaler Form verfügbar, eine Druckversion ist jedoch für die Pfarreien in Planung.

Die Handreichung stellt den ersten Schritt dar und wird in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenenvertretungen weiterentwickelt. Feedback ist willkommen und kann über die E-Mail-Adresse aufarbeitung@bistum-hildesheim.de gesendet werden.

Zusätzliche Hilfsangebote

Für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte gibt es zudem das Hilfe-Telefon für sexuellen Missbrauch, das unter der Nummer 0800 22 55 530 zu erreichen ist. Diese Anlaufstelle bietet Unterstützung bei Fragen zu sexueller Gewalt, Sorgen um Kinder oder Jugendliche sowie bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, bietet auch die Möglichkeit der Online-Beratung an.

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Die Berater:innen sind psychologisch und pädagogisch ausgebildet und verfügen über langjährige Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Betroffenen. Vertrauliche Gespräche sind garantiert, und persönliche Daten werden nicht weitergegeben. Auch die Anrufer:innen-Nummer bleibt anonym.

Ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung

Die Initiative des Bistums Hildesheim und die bestehenden Hilfsangebote sind entscheidende Schritte zur Aufarbeitung und Unterstützung von Opfern sexualisierter Gewalt. Diese Maßnahmen geben den Betroffenen nicht nur die Möglichkeit, Hilfe zu suchen, sondern stärken auch das soziale Umfeld, das oft eine wichtige Rolle in der Unterstützung spielt. Es bleibt zu hoffen, dass diese neuen Strukturen und Angebote weiterhin ausgebaut werden, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden.