Am 21. Juni wird es so weit sein: Bischof Heiner Wilmer SCJ wird als neuer Bischof von Münster eingeführt. Doch bevor er seinen offiziellen Platz einnimmt, hat er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. In der Woche vor seiner Amtseinführung plant er, die Gläubigen seiner neuen Diözese kennenzulernen. Und das auf eine sehr persönliche und direkte Art – durch fünf Pilgertage! Diese Pilgerwanderungen werden ihn in verschiedene Regionen des Bistums Münster führen, wo er mit den unterschiedlichsten Gruppen in Kontakt treten möchte.
Der Auftakt findet am 14. Juni im niedersächsischen Teil des Bistums statt. Hier wird Bischof Wilmer gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern – von der Landwirtschaft über den Mittelstand bis hin zu Soldaten und Lehrkräften – eine Open-Air Messe und ein Begegnungsfest an der St. Marien Basilika in Bethen feiern. Um 15 Uhr wird es losgehen, und die Vorfreude ist sicherlich groß!
Begegnungen der besonderen Art
Am folgenden Tag, dem 15. Juni, wird er mit Schülerinnen und Schülern der Liebfrauenschule Geldern, dem Berufskolleg des Bistums Münster und der Bischöflichen Realschule Geldern pilgern. Um 12 Uhr wird ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Geldern stattfinden. Danach, am 17. Juni, geht es weiter mit einem Pilgertag für Menschen mit Behinderungen in Nordkirchen, wo um 17 Uhr auf dem Gelände der Kinderheilstätte ein Gottesdienst gefeiert wird.
Der 18. Juni steht ganz im Zeichen der kulturellen Vielfalt: Bischof Wilmer lädt Menschen aus Gemeinden anderer Sprachen und Riten in Rheine ein. Die Eucharistiefeier beginnt um 17 Uhr in St. Antonius. Schließlich wird der Abschluss der Pilgertage am 19. Juni in Münster gefeiert. Hier wird er mit Studierenden eine Eucharistiefeier um 14 Uhr in der Petri-Kirche abhalten.
Austausch über Glaubenserfahrungen
Bischof Wilmer legt großen Wert auf den Austausch über Glaubenserfahrungen, und genau das wird auch bei diesen Pilgertagen im Mittelpunkt stehen. Er zeigt sich begeistert von der Möglichkeit, vor seiner offiziellen Amtseinführung im Bistum Münster „anzukommen“ und die Menschen, mit denen er in Zukunft zusammenarbeiten wird, näher kennenzulernen. So wird der Weg zur Amtseinführung nicht nur ein formaler Akt sein, sondern ein lebendiger, persönlicher Prozess, der alle Beteiligten miteinander verbindet.
Die katholische Kirche in Deutschland besteht aus 27 (Erz-)Diözesen, jede geleitet von einem (Erz-)Bischof. Diese Diözesen sind nicht nur für die spirituelle Betreuung ihrer Gläubigen verantwortlich, sondern auch für eine Vielzahl von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime. Rund 650.000 Mitarbeiter sind in etwa 50.000 Einrichtungen der katholischen Kirche und der Caritas beschäftigt. Diese Einrichtungen sind die Säulen der Gemeinschaft und tragen dazu bei, dass der Glaube nicht nur in Kirchen, sondern auch im Alltag lebendig wird.
In der katholischen Kirche gibt es zudem eine Vielzahl an Mitarbeitervertretungen, die sich um die Belange der Angestellten kümmern. Diese sind wichtig, um sicherzustellen, dass die Stimme der Mitarbeiter Gehör findet. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (BAG-MAV) hat sich seit ihrer Anerkennung im Jahr 1994 als zentrale Anlaufstelle etabliert. Hier werden die Interessen der DiAG-MAV vertreten, und es finden regelmäßige Treffen statt, um den Austausch und die Unterstützung der Mitarbeitervertretungen zu fördern.